TV-Sender
Sat-1-Mitarbeiter fordern Sozialplan für Umzug

Vor dem geplanten Umzug von Sat 1 nach München haben Mitarbeiter der Berliner Zentrale am Montag mit einem einstündigen Warnstreik einen sozialverträglichen Umbau des Privatsenders gefordert.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Vor der Senderzentrale in Berlin-Mitte protestierten rund 100 Menschen gegen das Umzugsvorhaben und forderten vom TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 unter anderem einen Sozialtarifvertrag, mit dem eine Beschäftigungsgarantie von mindestens fünf Jahren gesichert werden solle, sagte ein Sprecher des Betriebsrats. Bis zur Unterzeichnung sollte der Umzug verschoben werden.

Wie Pro Sieben Sat 1 am Montag in München mitteilte, werden den betroffenen Mitarbeitern Arbeitsplatzangebote in München unterbreitet. Ein Unternehmenssprecher sagte nach einer Betriebsversammlung in Berlin, bis Ende Januar hätten die Beschäftigten dann Zeit, sich zu entscheiden. Selbstverständlich werde mit dem Betriebsrat auch über einen Sozialplan verhandelt, sagte der Sprecher.

Als Teil eines Konzernumbaus will der TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 seinen Sender Sat 1 von Berlin nach München verlagern. Vom Umzug sind den Angaben zufolge 350 Mitarbeiter betroffen, 225 Stellen sollen im Zuge des Umbaus ganz wegfallen. Der Nachrichtensender N24 und die Zentralredaktion von Sat 1 sollen in der Hauptstadt bleiben.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, riet den Beschäftigten davon ab, sich mit der Geschäftsführung auf Individualverträge einzulassen. Wer vermeintlich verlockende Angebote akzeptiere, könnte bestehende Rechte aufgeben. Der geplante Umzug und die drohenden Kündigungen machten ProSiebenSat.1 nicht zukunftsfähig, sondern dienten ausschließlich dem überzogenen Renditestreben der Eigentümer.

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