TV-Sender
Werbefreie ARD und ZDF gefordert

Aus dem Kreis der Landesmedienanstalten wird eine klare Trennung der Finanzierung von öffentlich- rechtlichen und privaten Rundfunk- und Fernsehsendern gefordert. Der Direktor des Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Manfred Helmes, verlangte, die öffentlich-rechtlichen Sender ausschließlich aus Gebühren zu finanzieren.

HB MAINZ. Die etwa acht Milliarden Euro Gebühreneinnahmen pro Jahr seien eine ausreichende Finanzierung, mit der ARD und ZDF ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nachkommen könnten. Allerdings müssten die Prioritäten der Programmgestaltung entsprechend neu gesetzt werden. Die Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen bestehe nicht darin, "im Quotenrennen und bei der Rechteverwertung" mit den Privaten zu konkurrieren.

Auch von den Privatsendern, die sich mit Werbe- und anderen Einnahmen am kommerziellen Markt behaupten müssen, forderte Helmes ein Mindestmaß an "erkennbaren und nachprüfbaren" Informationsangeboten. Da Rundfunk und Fernsehen mehr seien als ein Wirtschaftsgut, sollte es auch für die Privaten eine "informationelle Grundverpflichtung" geben.

Zum Auftakt des Mediendisputs hatte die Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Anke Fuchs, die Journalisten dazu aufgerufen, nicht nur Ängste zu schüren, sondern auch "zwischen Wichtig und Unwichtig" zu unterscheiden. Politik und Medien müssten sich fragen lassen, ob sie nicht inzwischen gemeinsam "eine eigene Subkultur" gebildet hätten.

Der Mainzer Mediendisput wird veranstaltet von der SPD-nahen Ebert-Stiftung, der LMK und der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Das Programm hat eine unabhängige Projektgruppe gestaltet.

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