TV-Zukunft
Vom Ende des Fernsehens

Die Zukunft der Fernsehbranche ist ungewiss. Zwar sitzen die Bundesbürger im Schnitt immer noch satte 225 Minuten am Tag vor der Mattscheibe, doch vor allem junge Menschen meiden den Fernseher zunehmend. Weniger Zuschauer, weniger Werbung und ein immer beliebteres Konkurrenzmedium - ist Fernsehen ein Auslaufmodell?

MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Es war der legendäre RTL-Chef Helmut Thoma, der einst die Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen TV-Zuschauer erfunden hat. Fast ein Viertejahrhundert nach dem Start des Privatfernsehens in Deutschland ist seine Innovation noch immer die einzig harte Währung im TV-Werbegeschäft. Bis heute gilt: Je mehr Menschen dieser Altersklasse eine Sendung anschauen, desto teurer sind die Spots im Umfeld.

Das Dumme ist nur, dass Deutschland immer älter wird und die wenigen Jungen die Glotze zunehmend meiden. Die vom Privatfernseh-Pionier Thoma erdachte Unterscheidung in wertvolle und wertlose Zuschauer wird deshalb von Experten immer häufiger in Frage gestellt.

Für die Fernsehbranche kommt der Streit um die eigene Währung im milliardenschweren Kampf um die Reklame zur falschen Zeit. Denn schon heute sind die Werbekunden verunsichert. Droht das Fernsehen im Internetzeitalter gar, zu einem Auslaufsmodell zu werden?

Die Branche selbst ist zutiefst beunruhigt. Jedes Jahr haben die Menschen mehr Fernsehen geschaut - bis 2007. Dann brach der Trend jäh ab. Noch immer sitzen die Bundesbürger im Schnitt beachtliche 225 Minuten am Tag vor dem Bildschirm. Doch das Konkurrenzmedium Internet holt mächtig auf. Die Online-Nutzung legt durch die stark wachsende Zahl von schnellen DSL-Anschlüssen kräftig zu.

Im Kampf der unterschiedlichen Medien droht das Fernsehen allmählich, den Kürzeren zu ziehen. Die Zuschauer haben immer mehr Möglichkeiten: Durch die neue Generation von Mobiltelefonen mit Internetzugang verändert sich das Verhalten vor allem von Jugendlichen rasant. Mit dem iPhone von Apple, dem Blackberry von Rim oder dem neuen Google-Handy wird das Telefonieren zur Nebensache. Die Mobiltelefone machen Unterhaltungs- und Informationsangebote online jederzeit und überall verfügbar.

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