Überlegungen bei Bundesnetzagentur
Telekom kann auf weniger Regulierung hoffen

Die Deutsche Telekom kann auf weniger Regulierung hoffen. Die Bundesnetzagentur erwägt, die Preise des Konzerns für Verbindungen ins deutsche Telefon-Festnetz dem freien Spiel der Wettbewerbskräfte zu überlassen.

HB DÜSSELDORF. Möglicherweise könne auch die Regulierung für Verbindungen aus dem Telekom-Festnetz in die Mobilfunknetze entfallen, sagte Behördenpräsident Matthias Kurth am Mittwoch in Bonn. Auf beiden Märkten sei eine Tendenz festzustellen, dass wirksamer Wettbewerb entstanden sei.

Bisher muss der ehemalige Monopolist seine Endkundenpreise für beide Märkte noch bei der Behörde vorlegen. Diese prüft dann, ob die Telekom ihre Marktführerschaft missbräuchlich nutzt. Sollte sich die Netzagentur aus der Regulierung zurückziehen, würde das Bundeskartellamt die Aufsicht über diese Märkte übernehmen. Die Marktteilnehmer können bis zum 4. August Stellung nehmen. Dann will die Behörde ihre Entscheidung treffen. Die Preise für Verbindungen ins ausländische Festnetz und Mobilfunknetz werden bereits seit 2006 beziehungsweise 2007 nicht mehr reguliert.

Bei Verbindungen ins Festnetz gebe es starke Konkurrenz, die sich in günstigen Preisen widerspiegle, sagte Kurth. Bei Verbindungen in Mobilfunknetze müsse die Telekom die gesunkenen Terminierungsentgelte - also die Kosten, die sich die Betreiber gegenseitig für das Weiterleiten von Gesprächen aus anderen Netzen in Rechnung stellen - ausreichend an die Kunden weitergeben, um aus der Regulierung entlassen zu werden. Den Markt für Telefonanschlüsse werde die Netzagentur voraussichtlich weiterhin regulieren, weil es dort noch keinen wirksamen Wettbewerb gebe, teilet die Behörde mit.

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