Übernahme
Fujitsu Siemens beruhigt Kunden und Mitarbeiter

Nachdem Fujitsu bekanntgegeben hat, dass es die Siemens-Anteile am gemeinsamen Konzern übernehmen wird, zeigten sich die Mitarbeiter erleichtert. Jetzt betonen Führungskräfte, dass keine Werke geschlossen werden. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

AUGSBURG. Wenn die Halbjahreszahlen genauso schlecht sind wie das Wetter gestern in Augsburg, dann hat Fujitsu Siemens Computers (FSC) allen Grund, sie unter Verschluss zu halten. Zum ersten Mal seit Jahren hat Europas größter PC-Produzent in diesem Herbst auf seiner Hausmesse "Visit" keine Ergebnisse für die ersten sechs Monate vorgelegt.

Die Kunden des Gemeinschaftsunternehmens strömten am Mittwoch trotzdem zu Tausenden aufs Augsburger Messegelände. In diesem Jahr ging es ihnen aber weniger um die Bilanz oder um neue PCs und Server. Vor allem wollten sie wissen, wie es mit FSC weitergeht. Vergangene Woche hat der japanische Fujitsu-Konzern angekündigt, den 50-Prozent-Anteil seines Partners Siemens im nächsten Frühjahr zu übernehmen. Damit endet die zehnjährige Zusammenarbeit der Traditionsfirmen.

"Im Unternehmen hat die Entscheidung für große Erleichterung gesorgt, jetzt ist Klarheit da", sagte gestern FSC-Technikvorstand Joseph Reger im Gespräch mit dem Handelsblatt. Zuvor hatten Siemens und Fujitsu monatelang um den Preis gefeilscht.

Der Manager betonte, dass es keine Pläne gebe, die zwei Werke in Augsburg und Sömmerda zu schließen. Es sei auch nicht beabsichtigt, aus dem Geschäft mit PCs auszusteigen, wie im Vorfeld der Transaktion spekuliert worden war. Im Gegenteil, FSC werde nach der Komplettübernahme durch Fujitsu sogar gestärkt. So seien die Deutschen im Konzern künftig für das stark wachsende Indien-Geschäft zuständig.

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