Übernahme
GE präzisiert Pläne für Dow Jones

Die Konzerne General Electric und Pearson haben große Pläne mit dem Medienunternehmen Dow Jones: Der Flirt geht so weit, dass alle Beteiligten von einer gemeinsamen, machtovllen Firma träumen, die mit einigen starke Marken die Wirtschaftsmedien bestimmen könnte. Doch noch hat ein alter Hase die Finger im Spiel.

NEW YORK/DÜSSELDORF. Der amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) und der britische Verlagskonzern Pearson ("Financial Times") diskutieren mit der Besitzerfamilie ihre Pläne zur Übernahme des US-Medienkonzerns Dow Jones, Mutterkonzern der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Nach Angaben der Onlineausgabe des "Wall Street Journal" ist dabei eine Möglichkeit, den GE-Wirtschaftskanal CNBC, die "Financial Times" und Dow Jones zu einer gemeinsamen Firma zu fusionieren. GE und Pearson würden in diesem Joint Venture gleich viele Anteile halten, während die Bancroft-Familie einen Minderheitsanteil zwischen zehn und 20 Prozent übernehmen könnte. Bisher hält sie die Mehrheit der Stimmrechte an Dow Jones.

In der Redaktion des "Wall Street Journal" ist die Zustimmung für eine Lösung mit GE und Pearson nach Branchenangaben groß. Gemeinsam würden "Wall Street Journal", "Financial Times", der Fernsehsender CNBC sowie Dow Jones Newswires eine Macht bilden im Markt der Wirtschaftsmedien. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass sich GE-Konzernchef Jeffrey Immelt für diese Kombination ernsthaft interessiere.

Bisher hat allerdings nur Rupert Murdoch ein Angebot für Dow Jones abgegeben. Der australisch-amerikanische Medienunternehmer ist bereit, rund fünf Mrd. Dollar für die Kontrolle über den New Yorker Medienkonzern auszugeben - eine überaus hohe Hürde für jeden Mitbewerber. Hingegen sind die Sondierungsgespräche von GE und Pearson bisher nur vorläufig. So schreibt das "Wall Street Journal", dass ein verbindliches Angebot durchaus noch scheitern könnte.

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