Übernahme Die Abendzeitung ist gerettet – vorerst

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Gläubigerausschuss stimmte Übernahme zu

Die niederbayerische Verlagsgruppe wird die „AZ“ nun vom 1. Juli an gemeinsam mit dem Münchner Rechtsanwalt und Unternehmer von Boetticher herausgeben, der sich an der Zeitung auch als Gesellschafter beteiligt, wenn auch zu einem deutlich kleineren Teil als die Straubinger Mediengruppe. Balle und Boetticher haben dazu eine neue Gesellschaft gegründet. Der Gläubigerausschuss des Verlags Die Abendzeitung GmbH & Co. KG stimmte dem Übernahmevorschlag zu.

Am 30. Juni startet eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Mitarbeiter, am 28. Juni kommt die letzte „Abendzeitung“ der bisherigen Belegschaft auf den Markt, die beiden Ausgaben am 30. Juni und am 1. Juli würden dann irgendwie überbrückt werden müssen - vielleicht sogar mit „Freelancern“, die schon immer mal die „AZ“ machen wollten, wie Balle sagte.

Die „Abendzeitung“ hatte am 5. März beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt. Die finanziellen Schwierigkeiten der Boulevardzeitung mit einer verkauften Auflage von rund 100 000 Exemplaren waren seit längerem bekannt. Die Familie Friedmann als Eigentümerin sehe sich nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, hatte der Verlag mitgeteilt. Nach Angaben der Geschäftsführung summierten sich die Verluste seit 2001 auf rund 70 Millionen Euro.

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  • dpa
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