Übernahme-Offerte

Telekom Austria ist wenig euphorisch gegenüber mexikanischem Multimilliardär

Die Offerte ist grenzwertig, zudem sind die Folgen des Deals ungewiss: Die Telekom Austria-Entscheider geben keine Aktionärs-Empfehlung für Carlos Slims Angebot ab. Denn der mischt sich schon jetzt über Gebühr ein.
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Bisher bleibt er auf seinem Angebot sitzen: Carlos Slim, der die Telekom Austria übernehmen will, zieht dennoch die Strippen, etwa bei Manager-Personalien. Quelle: Reuters

Bisher bleibt er auf seinem Angebot sitzen: Carlos Slim, der die Telekom Austria übernehmen will, zieht dennoch die Strippen, etwa bei Manager-Personalien.

(Foto: Reuters)

WienVorstand und Aufsichtsrat der Telekom Austria halten sich beim Übernahmeangebot von America Movil bedeckt. Die beiden Gremien entschieden, keine Empfehlung über eine Annahme oder Ablehnung abzugeben. Der vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrollierte Mobilfunkkonzern America Movil bietet 7,15 Euro je Telekom-Austria-Aktie, die Offerte läuft noch bis zum 10. Juli. Der Preis für die Aktien liege innerhalb der Bewertungsbandbreite des Vorstands, erklärte das Gremium in seiner Stellungnahme am Dienstag.

Der Unternehmenswert sei jedoch höher als das Angebot von America Movil, falls sich die Planungsannahmen des Vorstands bestätigen sollten. Darin gehen die Manager unter anderem von einer nachhaltigen Markterholung in Österreich, Bulgarien und Kroatien aus. Am Dienstag gingen die Telekom-Austria-Aktien bei 7,16 Euro aus dem Handel.

America Movil und der staatliche Großaktionär ÖIAG hatten vergangenen Monat beschlossen, ihre Anteile zu bündeln. Slim hält knapp 27 Prozent und die ÖIAG gut 28 Prozent an der Telekom Austria - gemeinsam kommen sie so auf gut 55 Prozent. Die geplante Allianz löst nach österreichischem Recht ein Übernahmeangebot aus.

  • rtr
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