Übernahme-Poker
Warner Music macht Emi neues Angebot

Der milliardenschwere Übernahme-Poker der Musikkonzerne Warner Music und EMI geht offenbar in eine neue Runde. Warner erwäge, seine Offerte für den britischen Rivalen auf 340 Pence pro Aktie aufzustocken.

HB LONDON. Das berichtete die Zeitung „Times“. Damit würde sich das Übernahmeangebot für den Konzern auf insgesamt 2,7 Milliarden Pfund (etwa fünf Milliarden Dollar) belaufen. Zugleich könne sich das Warner-Management vorstellen, bei einem Preis von 37,50 bis 38 Dollar je Aktie oder insgesamt 5,6 Milliarden Dollar auf die Gegenofferte von EMI einzugehen.

Im vergangenen Monat hatte Warner noch umgerechnet 4,6 Milliarden Dollar für den Konkurrenten geboten. EMI hatte dies abgelehnt und wiederum das eigene Gebot für Warner auf 31 Dollar pro Aktie aufgestockt. Zu dem jüngsten Zeitungsbericht wollte sich keiner der beiden Konzerne äußern.

„EMI ist seit einiger Zeit daran interessiert, mit Warner über dessen Bewertung zu sprechen“, sagte eine Quelle aus dem Umfeld des Londoner Konzerns der Nachrichtenagentur Reuters. „Eine Bewertung mit 38 Dollar hält das Unternehmen aber eindeutig für völlig unrealistisch für eine Firma, die im März noch mit 21 Dollar gehandelt wurde.“ Auch das angebliche Gegenangebot wurde von Quellen im Umfeld der Unternehmen heruntergespielt. „Keine Seite ist daran interessiert, die Gebote in die Höhe zu schrauben“, hieß es.

EMI hatte die jüngste Runde im Mai mit einer 4,2-Milliarden-Dollar-Offerte an Warner eröffnet, die umgehend zurückgewiesen worden war. Warner hatte darauf mit einem Gegenangebot in Höhe umgerechnet 4,6 Milliarden Dollar reagiert.

Die beiden Unternehmen ringen seit Jahren um einen Zusammenschluss, um zu den Branchenführern Universal Music unter dem Dach des französischen Konzerns Vivendi sowie Sony BMG, einem Joint Venture von Bertelsmann und Sony, aufzuschließen. Im Jahr 2000 war ein Fusionsversuch an den europäischen Kartellbehörden gescheitert.

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