Übernahme unwirksam
Kartellamt stoppt KDG-Einstieg bei Primacom

Das Bundeskartellamt hat den geplanten Einstieg des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) beim Kabelanbieter Primacom vorläufig gestoppt.

HB DÜSSELDORF. Die Transaktion sei vollzogen worden, ohne die Genehmigung bei der Behörde zu beantragen, sagte eine Kartellamtssprecherin am Dienstag. Daher sei ein formelles Entflechtungsverfahren eingeleitet worden. Die Transaktion werde nun auf ihre wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit geprüft. Bis dahin sei der Aktienverkauf nicht wirksam. Eine Prüffrist gebe es dafür nicht, ergänzte die Sprecherin.

Eine KDG-Tochter hatte Mitte Mai den knapp 15-prozentigen Anteil des Primacom-Anteilseigners Wolfgang Preuß übernommen. Damit würde KDG insgesamt 18,6 Prozent an dem Mainzer Rivalen halten. Die Stimmrechte werden nun aber zunächst weiter Preuß zugerechnet. „Wir sind in Diskussionen mit dem Kartellamt“, sagte ein KDG-Sprecher, ohne Details zu nennen.

Vor einigen Jahren war Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber KDG mit dem Versuch gescheitert, die Konkurrenten Iesy und Ish zu übernehmen, die heute unter „Unity Media“ firmieren.

Nach früheren Angaben von Primacom gab es zuletzt mehrere Kaufinteressenten. Orion Cable - die Muttergesellschaft der Kabelnetzbetreiber EWT und Tele Columbus - strebt weiter eine Übernahme an. Orion hält nach früheren Angaben bereits knapp 27 Prozent an dem Mainzer Rivalen.

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