Übernahme von Dow Jones
US-Milliardär fährt Rupert Murdoch in die Parade

Bislang sah es so aus, als ob US-Medienunternehmer Rupert Murdoch alleine um den Medienkonzern Dow Jones buhlen würde. Doch ein Rivale ist aufgetaucht.

HB NEW YORK. Der US-Milliardär Ron Burkle erwägt nach Gewerkschaftsangaben eine Gegenofferte zu Rupert Murdochs 5 Mrd. Dollar schwerem Gebot für den Mutterkonzern des "Wall Street Journals". Burkle habe Mitarbeitern von Dow Jones gesagt, er sei an einer Zusammenarbeit interessiert, um ein Übernahmegebot zu erstellen, erklärte ein Vertreter der Unabhängigen Vereinigung von Verlagsangestellten (IAPE) am Dienstag. Die Gruppe repräsentiert etwa 2 000 Dow-Jones-Mitarbeiter.

Dow-Jones-Aktien kletterten angesichts der Neuigkeit vorübergehend auf ein Sechs-Jahres-Hoch von 61,62 Dollar.

Burkle hatte bereits zweimal in der Vergangenheit Interesse an einem Zeitungsverlag gezeigt. Vor Kurzem waren er und der Milliardär Eli Broad mit ihrem Versuch gescheitert, den Verlag Tribune zu übernehmen.

Am Montag hatte sich Murdoch erstmals mit Mitgliedern der Bancroft-Familie getroffen, die Dow Jones kontrolliert. Nach den etwa fünfstündigen Beratungen in New York sagte Murdoch am Montag zu Journalisten: "Wir hatten ein sehr langes und konstruktives Treffen." Das Gespräch dürfte sich vor allem um die Bedenken der Bancrofts gedreht haben, dass nach einer Übernahme durch Murdochs Medienkonzern News Corp. die Redaktion des "Wall Street Journal" ihre journalistische Unabhängigkeit verlieren könnte.

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