Die Folge der kleineren "Tickets": Der Preisdruck ist massiv angestiegen. Durch den HP-EDS-Deal dürfte er weiter zunehmen. Das sind vor allem für überwiegend nationale Anbieter schlechte Nachrichten. Dazu zählt etwa die deutsche T-Systems. Die Tochter der Deutschen Telekom ist zwar im Heimatmarkt noch vor IBM die Nummer eins. Doch jenseits der Grenzen sieht es eher mau aus.
T-Systems-Chef Reinhard Clemens hat deshalb im Frühjahr eine Partnerschaft mit dem amerikanischen IT-Dienstleister Cognizant geschlossen. Experten sehen diese Kooperation aber eher skeptisch. Sie werde kaum ausreichen, die fehlende Internationalität zu kompensieren, heißt es unter Analysten. Die EDS-Übernahme wird Wasser auf die Mühlen jener Kritiker sein.
Aber eine ganz andere Gruppe von Anbietern ist auch von dem Deal betroffen: die indischen Service-Unternehmen. Firmen wie Tata, Wipro oder Infosys drängen auf die westlichen Märkte. Sie haben nicht den Vorteil billiger Arbeitskräfte und gehören häufig zu großen Konglomeraten. Deshalb verfügen sie über das Wissen, wenn es etwa um Geschäftsprozesse und ihre Auslagerung an einen externen Dienstleister geht. Eher schwach sind sie, wenn es um technologisches Know-How geht. Diese Flanke könnte eine kombinierte HP-EDS ausnutzen. "Dieser Deal wird den einen oder anderen Inder zwingen, seine Strategie zu überdenken", sagt Kreutter.

