Übernahmegerücht
Microsoft streckt die Finger nach Yahoo aus

Der Internetkonzern Yahoo hat schon bessere Zeiten gesehen. Zuletzt machte das Unternehmen Schlagzeilen, als es seine Chefin Carol Bartz urplötzlich feuerte. Nun steigt der Aktienkurs durch ein Übernahmegerücht.
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New YorkMicrosoft erwägt Insidern zufolge ein Gebot für den angeschlagenen Internetkonzern Yahoo. Microsoft könnte sich dafür einen Partner suchen, sagte eine mit dem Vorhaben vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Einem hochrangigen Microsoft-Manager zufolge ist aber noch keine Entscheidung gefallen. Innerhalb des Konzerns gebe es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob Microsoft nach dem erbitterten und letztlich erfolglosen Ringen 2008 erneut die Übernahme des angeschlagenen Internetkonzerns anstreben sollte.

Dennoch ist die Yahoo-Aktie ist daraufhin am Mittwoch kräftig gestiegen. An der New Yorker Nasdaq schnellte der Kurs in kurzer Zeit um mehr als 10 Prozent auf 15,95 Dollar hoch. Microsoft -Papiere büßten einen Teil ihrer Gewinne ein und schlossen 2,2 Prozent im Plus bei 25,89 Dollar.

Neben Microsoft bemühen sich Kreisen zufolge weitere Unternehmen um Yahoo. Der Konzern, am Markt mit 18 Milliarden Dollar bewertet, bereite seine Bücher für Käufer vor, hieß es. Zu den potenziellen Interessenten würden Providence Equity Partners, Hellman & Friedman und Silver Lake Partners sowie die chinesische Alibaba und die russische Technologie-Investitionsfirma DST Global gehören. Yahoo, Microsoft und potenzielle andere Interessenten wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

Für Microsoft wäre es bereits der zweite Anlauf, Yahoo zu kaufen. Schon im Februar 2008 hatte der Computerkonzern bis zu 47,5 Milliarden Dollar für eine Übernahme von Yahoo geboten. Nach langwierigen Verhandlungen scheiterte dies jedoch am Widerstand des Yahoo-Mitbegründers Jerry Yang. 2009 vereinbarten Microsoft und Yahoo schließlich eine enge Zusammenarbeit im Geschäft mit Suchmaschinenwerbung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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