Übernahmekosten belasten
Sun Microsystems schreibt wieder rote Zahlen

US-Computerhersteller Sun Microsystems ist im dritten Quartal seines laufenden Finanzjahres 2008 in die roten Zahlen gerutscht. Sonderlasten durch eine Akquisition reichten aus, um Sun in die Verlustzone zu drücken.

je SAN FRANCISCO. Der einstige Börsenliebling, der nach dem Platzen der Hightech-Blase tief fiel und trotz mehrfacher Schrumpfung und Reorganisation nie wieder seine alte Bedeutung erreichte, schrieb im dritten Quartal einen Nettoverlust von 34 Mill. Dollar oder vier Cents pro Aktie, im Vergleich zu einem Gewinn von 67 Mill. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stagnierte bei rund 3,27 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit 18 Cents pro Anteil Reingewinn und knapp 3,4 Mrd. Dollar Umsatz gerechnet.

Sun begründet das enttäuschende Ergebnis mit Steuerlasten von 52 Mill. Dollar und Kosten im Zusammenhang mit der Akquisition von MySQL, die das Ergebnis um 4 Cents pro Aktie reduzierten. Sun übernahm MySQL AB im Januar für eine Milliarde Dollar. Die schwedische Firma bietet Software für die Informationssuche in großen Datenbanken. Zu ihren Kunden gehören unter anderem Google, Facebook und Nokia.

Sun unternahm nach langer Durststrecke im vergangenen November einen 1:4 Kapitalschnitt und änderte ihr Börsensymbol von SUNW auf JAVA, dem Namen ihrer bekanntesten Software. Ihr Börsenkurs kam gleichwohl nicht in die Gänge. Er legte im regulären Handel am Donnerstag zu, sackte aber im nachbörslichen Handel wieder durch.

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