Übernahmespekulationen
Murdoch stockt bei Premiere auf

Der Medienmogul Rupert Murdoch baut seinen Einfluss beim Bezahlfernsehsender Premiere aus. Mit einer Aufstockung seines Anteils auf knapp 20 Prozent fachte der gebürtige Australier die Spekulationen um eine Komplettübernahme des Unternehmens an.

HB MÜNCHEN. Murdochs US-Medienkonzern News Corp gab am Donnerstag bekannt, ihre Beteiligung an dem TV-Sender auf 19,9 Prozent von zuvor 14,6 Prozent erhöht zu haben. Am Vormittag hatte Premiere mitgeteilt, dass die US-Investmentbank Morgan Stanley sich bereits nach einer Woche am 14. Februar wieder von rund fünf Prozent der Anteile getrennt hatte.

Premiere -Chef Michael Börnicke äußerte sich zufrieden über Murdochs Aufstockung. "Wir sehen das Engagement der News Corporation als positives Signal - sowohl für die Attraktivität von Premiere als auch für die Wachstumsmöglichkeiten von Pay-TV im deutschsprachigen Raum. Das Engagement liegt im operativen und strategischen Interesse von Premiere", erklärte er. Die Premiere -Aktie schloss gut vier Prozent im Plus 15,12 Euro.

Murdoch war Anfang Januar bei Premiere eingestiegen, als er vom Kabelnetzbetreiber Unitymedia ein Premiere -Paket für 287 Millionen Euro kaufte. "Wir sehen noch großes Potenzial im deutschen Pay-TV-Markt und sind davon überzeugt, dass der Zeitpunkt für eine Beteiligung am führenden deutschen Anbieter Premiere jetzt ideal ist", hatte er den Schritt begründet. Zum Pay-TV-Geschäft von News Corp gehören Anteile an der britischen BSkyB sowie 100 Prozent an Sky Italia.

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