Überraschend gute Zahlen: Neue IBM-Chefin erzielt Rekordgewinn

Überraschend gute Zahlen
Neue IBM-Chefin erzielt Rekordgewinn

Unter der neuen Chefin Ginni Rometty hat IBM im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erwirtschaftet. „Big Blue“ profitierte von seinem starken Software-Geschäft. Die Anleger sind begeistert.
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New YorkEin starkes Software-Geschäft hilft dem IT-Konzern IBM durch wirtschaftlich unsichere Zeiten. Im vergangenen Jahr erzielte „Big Blue“ einen Gewinn von unterm Strich 16,6 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro). Das war ein Zuwachs um 5 Prozent. Software ist besonders profitabel. Dadurch konnte IBM auch einen konzernweiten Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 104,5 Milliarden Dollar verdauen.

„Wir haben einen Rekordgewinn 2012 erwirtschaftet“, frohlockte Konzernchefin Ginni Rometty am Dienstag. In diesem Jahr soll der Gewinn weiter steigern. Es wäre dann das elfte Jahr in Folge mit einem Ergebnisplus. Die Anleger hörten es gerne: Nachbörslich stieg der Kurs um 4 Prozent.

IBM gilt als Gradmesser für die Konjunktur, weil der Konzern Unternehmen vieler Branchen bedient. Unter Rometty rückte IBM massiv in Wachstumsmärkte wie Brasilien, China oder Russland vor sowie in Geschäftsbereiche wie Datenauswertung und Cloud Computing.

Dagegen will die erst seit einem Jahr amtierende Konzernchefin wenig profitable Geschäfte deutlich zurückfahren. Bis zum Jahr 2015 soll der Großteil des Gewinns mit Software erzielt werden. Hintergrund sind auch die niedrigen Renditen im Hardware-Geschäft mit Servern. Seine PC-Sparte hatte IBM schon vor Jahren an den chinesischen Konzern Lenovo verkauft.

Dass der Wandel Früchte trägt, zeigte sich auch im Schlussquartal. Der Gewinn legte hier um 6 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Auch hier war es die Software, die glänzte, während in anderen Sparten die Kaufzurückhaltung der Unternehmen durchschlug. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 29,3 Milliarden Dollar.

IBM ist der weltgrößte Anbieter von Computer-Dienstleistungen. Dazu gehören etwa die Beratung oder auch der Betrieb von Rechenzentren. Die Aufträge im Service-Bereich erreichten am Jahresende 140 Milliarden Dollar nach 138 Milliarden drei Monate zuvor.

Die IBM-Aktie legte nachbörslich um über vier Prozent zu. Dafür sorgte auch, dass IBM mit der Prognose von mindestens 16,70 Dollar pro Aktie beim operativen Gewinn im laufenden Jahr die Erwartungen der Analysten übertraf.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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