Übertragungs-Rechte
Die Bundesliga bleibt bei Sky und der „Sportschau“

Deutschlands TV-Sender machen die Bundesliga reich: Die Rechte bringen den Clubs rund 628 Millionen Euro pro Saison. Trotzdem darf die „Sportschau“ um 18:30 Uhr ausgestrahlt werden. Großer Verlierer ist die Telekom.
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Die Übertragungsrechte für die Live-Berichterstattung bleiben bei Sky Deutschland. Der Bezahlsender muss den überraschend klaren Erfolg bei der Vergabe der Bundesligarechte teuer bezahlen. Pro Saison zahlt der Konzern im Schnitt knapp 486 Millionen Euro und damit für die vier Spielzeiten ab 2013/14 fast 2 Milliarden Euro, wie Sky Deutschland mitteilte.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat Murdochs Pay-TV-Sender erneut den Zuschlag gegeben. Sky behält damit die Übertragungsrechte von 2013 bis 2017. Doch der größte Gewinner ist ein beinahe schon Totgesagter: Die Sportschau in der ARD.

Denn längst nicht alle Fachleute haben damit gerechnet, dass die frei zugängliche Sportschau auch nach den Verhandlungen in ihrer jetzigen Form Bestand haben könnte. Zu offensiv waren die Ankündigung der Telekom gewesen, künftig um alle Rechte zu bieten. Doch die Öffentlich-Rechtlichen haben sich erneut gegen ihre Kritiker behauptet. Auch in den kommenden vier Jahren wird die Sportschau um 18:30 Uhr auf den Schirm gehen. Zusätzlich sichert sich die ARD die Live-Übertragungsrechte für sieben Bundesliga-Partien, darunter das Eröffnungsspiel.

„Die ARD-Sportschau bleibt die wichtigste Sportsendung im deutschen Fernsehen. Wir konnten die Rechte für den Klassiker Sportschau zu wirtschaftlich angemessenen Konditionen erwerben“, sagt Ulrich Wilhelm, der ARD-seitig für Sportrechte verantwortliche Intendant des Bayerischen Rundfunks. Was er genau mit "wirtschaftlich angemessenen" meint, ist noch nicht bekannt. Bisher hat die ARD rund 100 Millionen Euro gezahlt.

Auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert darf sich als Gewinner fühlen: Die Liga hat hoch gepokert und gewonnen. „Dieses Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Seifert in Frankfurt. Er rechne auch nicht damit, dass sich Sky bei der Finanzierung verspekuliert habe.

„Wenn man die Wahl hat, entweder hoch für die Rechte zu bieten oder die Rechte zu verlieren, dann habe ich in den vergangenen Wochen den Eindruck bekommen, dass man lieber hoch bietet, als ohne Rechte seinen Aktienkurs auf 44 Cent fallen zu sehen“, so Seifert. Er sehe zudem Kooperationsbereitschaft zwischen Sky und der Telekom bei der Nutzung der Internetrechte.

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  • "013 bis 2017?! Das Ding ist für SKY noch nicht durch...

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