Ultra-HD

Samsung setzt auf Streaming-Dienste

Ultrascharfe Bilder sind für moderne Flachbildfernseher kurz vor der IFA in Berlin schon fast ein Muss. Doch Inhalte in Ultra-HD sind noch Mangelware. Streaming-Angebote könnten dem Markt Beine machen, hofft Samsung.
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Schon lange vor den linearen TV-Sendern bieten einige Streaming-Anbieter Filme in UHD-Qualität an. Quelle: ap
Streaming schneller als TV-Sender

Schon lange vor den linearen TV-Sendern bieten einige Streaming-Anbieter Filme in UHD-Qualität an.

(Foto: ap)

BerlinBei seinen Fernsehern mit ultrahochauflösenden Bildschirmen setzt Samsung auf Streaming-Dienste. Auf der Preview für die IFA in Berlin tritt der südkoreanische Elektronikkonzern erstmals gemeinsam mit dem Streaming-Anbieter Netflix als Partner auf. „Wir wollen zeigen, was in unseren TV-Geräten drinsteckt“, sagte Samsung-Manager Kai Hillebrandt. Bislang gibt es nur wenige Inhalte, die in ihrer Bildqualität auch tatsächlich die Fähigkeiten der neuen TV-Geräte ausnutzen.

Streaming-Anbieter böten bereits heute Inhalte in Ultra-HD an, betonte Hillebrandt. „Damit sind Anbieter wie Netflix deutlich schneller als die Fernsehanstalten.“ Um Inhalte in Ultra-HD zu produzieren und auszustrahlen, müssen die Sender in der Regel hohe Investitionen in die Ausstattung machen. Bislang gibt es nur wenige Demo-Kanäle, die Fernsehsignale in Ultra-HD ausstrahlen.

„Das Internet verändert alles“, sagte Noesjka van der Helm von Netflix. Über das Netz könnten Inhalte ohne Ladezeit in bester Qualität gesendet werden. Auch wenn teilweise die Bandbreite in manchen Haushalten noch nicht optimal sei, könne Netflix flexibel je nach Ausstattung unterbrechungsfrei liefern. Netflix sei einer der ersten Anbieter, die Inhalte in Ultra-HD senden. Zudem setzt das amerikanische Unternehmen auf die neue HDR-Technik, die für bessere Kontraste und Farben sorgen soll. ?

Samsung hatte auch bei Projekten zur Übertragung von Ultra-HD-Signalen über Satellit mitgemacht. Gemeinsam mit dem Satellitenbetreiber Astra wurde zum Beispiel ein Konzert von Linkin Park in der O2 Arena in Berlin live übertragen. Astra hatte bereits zur IFA im vergangenen Jahr einen Demo-Kanal für Ultra-HD-Sendungen gestartet.

Zur diesjährigen IFA kündigte Astra gemeinsam mit dem Versandhaus Pearl einen neuen Live-Sender an. Mit pearl.tv solle ab September ein Beratungs- und Shoppingsender an den Start gehen, der rund um die Uhr über Satellit empfangbar ist. „Mit dem Start von pearl.tv UHD schlagen wir in puncto Fernsehproduktion und -übertragung ein neues Kapitel auf“, sagte Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland.

Das sind die innovativsten Unternehmen Europas
Platz 10: Technicolor
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Gerade noch in die Top-10 der fleißigsten europäischen Ideengeber hat es das Unternehmen Technicolor geschafft (745 Anträge). Die Franzosen sind vor allem im Elektronikbereich sowie im Bereich Mediendienstleistungen tätig.

Platz 9: Alcatel-Lucent
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Der Telekommunikationskonzern Alcatel-Lucent ist Frankreichs innovativster Konzern, zumindest wenn man nach den Patentanmeldungen in Europa geht. Demnach stellte Alcatel-Lucent im vergangenen Jahr 769 Anträge. In seiner jetzigen Form ist der Telekommunikationskonzern 2006 nach der Fusion von Alcatel und Lucent Technologies entstanden. Ex-Vodafone Geschäftsführer Michel Combes steht seit Februar 2013 an der Spitze des Unternehmens.

Platz 9: Bayer
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Deutschlandweit der viertfleißigste Ideengeber ist der Pharma- und Chemiekonzern Bayer. Europaweit schafft es das Unternehmen auf Platz Neun. 809 Patente reichten die Leverkusener 2014 beim europäischen Patentamt ein. Weltweit erwirtschafteten 115.000 Mitarbeiter 2014 40,2 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 7: DSM
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Die niederländische Firma DSM (Abkürzung für "De Stats Mijnen") schickte im vergangenen Jahr 854 Anträge an das Europäische Patentamt. DSM produziert neben Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln auch Methoden zur Entspiegelung von Solarzellen, um sie so effizienter zu machen.

Platz 6: Nokia
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Mit 1.040 Patentanträgen in Europa gehört Nokia zu den innovativsten Unternehmen des Kontinents. 2014 war das erste Jahr, in dem die Finnen auf Eingebungen ihrer Handysparte verzichten mussten. Ab 25. April übernahm Microsoft endgültig die Mobilfunk-Sparte der Finnen.

Platz 5: Ericsson
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Auf Platz fünf der fleißigsten europäischen Ideengeber hat es der schwedische Telekommunikationsspezialist Ericsson geschafft (1.347 Patentanmeldungen). In einem Patentstreit bezichtigen die Schweden den Branchenriesen Apple derzeit, 41 seiner Patente verletzt zu haben. Unter anderem geht es um Chipdesign, Ortungsdienste und Elemente des Mobilfunkstandards LTE.

Platz 4: Bosch
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Mit Bosch schafft es gleich das dritte deutsche Unternehmen in die Top-10 der europäischen Patentanmelder. 2014 wollten sich die Baden-Württemberger 1.438 Ideen schützen lassen. 2013 fuhr Bosch knapp 1,3 Milliarden Euro Gewinn ein, bei 46 Milliarden Euro Umsatz.

Das TV erlebe dank Video on Demand derzeit eine Renaissance, sagte Hillebrandt. 187 Minuten nutzten die Menschen in Europa aktuell den Fernseher pro Tag. Die Nutzung von Video on Demand wie Streaming-Dienste habe dabei um 500 Prozent zugelegt. Damit veränderten sich die Fernsehgewohnheiten drastisch. Smart-TVs, die mit dem Internet verbunden sind und in der Regel mit einer Auswahl von Apps für Streaming-Dienste ausgestattet sind, gehören zu den großen Trends in der Unterhaltungselektronik.

Im Mittelpunkt der IFA, die in diesem Jahr vom 4. bis 9. September stattfindet, werden auch in diesem Jahr Dienste, Netzwerklösungen und neue Technologien für das Fernsehen der Zukunft stehen.

„Der Fernseher ist das Produkt, was auch heute noch am meisten genutzt wird“, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik gfu. In Deutschland seien im vergangenen Jahr acht Millionen Geräte verkauft worden. Auf der IFA werde es nun um die Vernetzung etwa mit Soundsystemen, Inhalten und anderen Geräten gehen. Ein weiterer Schwerpunkt der IFA wird in diesem Jahr das Thema Gesundheit sein. Zahlreiche Hersteller werden ihre neuen Produkte und Smartphone-Apps mit nach Berlin bringen.

  • dpa
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