Um den Platz des zweitgrößten Handyherstellers zeichnet sich ein Wettstreit zwischen Motorola und Samsung ab
Nokia fängt Abwärtstrend ab

Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia hat offenbar seine Talfahrt gebremst: Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal zwar zum zweiten Mal in Folge Marktanteile verloren, wie die Marktforschungsgesellschaften IDC und Strategy Analytics unabhängig voneinander ermittelten. Doch das Minus fällt deutlich geringer aus als im ersten Quartal dieses Jahres.

slo DÜSSELDORF. Es zeichne sich inzwischen eine Stabilisierung der Lage ab, sind sich die Analysten in ihren Ende vergangener Woche erschienenen Berichten einig.

Nokias Marktanteil war zwischen Januar und März deutlich eingebrochen - auf das niedrigste Niveau der vergangenen fünf Jahre. Denn der Konzern hatte den Trend zu aufklappbaren Mobiltelefonen verpasst. Die Finnen reagierten mit deutlichen Preissenkungen auf die Verluste. Dieser Schritt zeigte offenbar Wirkung. Längerfristig bleibt Nokia bei seinem Ziel: einen Marktanteil von 40 Prozent zu erreichen.

Insgesamt lieferten die Mobiltelefonhersteller im abgelaufenen Quartal 163 Millionen Geräte aus – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem zweitem Quartal 2003. Auf Grund dieser unerwartet guten Entwicklung hoben die Marktforscher ihre Prognosen für das Gesamtjahr an: Strategy Analytics erwartet, dass bis zum Jahresende 670 Millionen Handys verkauft werden und damit knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr. Anfang des Jahres ging die Branchenexperten noch von insgesamt 590 Millionen Geräten aus.

In Ländern wie Indien, Thailand und China gelingt es den Mobilfunknetzbetreiber immer mehr neue Kunden zu gewinnen, während Handybesitzer in den USA und in Europa zunehmend ihre alten Geräte ersetzen und fortschrittlichere Modelle mit farbigem Bildschirm, Kamera und weiteren Zusatzfunktionen nachfragen.

Deutlich schneller als der Markt wächst bislang der südkoreanische Hersteller Samsung, angetrieben von steigender Nachfrage nach Mobiltelefonen in den USA. Derzeit ist der Konzern noch die Nummer drei auf dem weltweiten Handymarkt, der Abstand zu dem nächstgrößeren Konkurrenten Motorola wird allerdings kleiner: Nach Angaben der IDC-Experten trennt noch nicht einmal ein Prozentpunkt die beiden Konzerne: „Samsung hat vor allem im mittelpreisigen Segment Kreativität gezeigt“, sagt IDC-Analyst David Linsalata, „das Unternehmen ist in einer hervorragenden Position, um sich Motorolas zweitem Platz weiter anzunähern.

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