Umbaupläne

Cornelsen Verlag bietet Studienkreis feil

Der Cornelsen Verlag will die Nachhilfe-Organisation „Studienkreis“ verkaufen. In Betracht komme dabei auch ein Finanzinvestor, so das Unternehmen. Gestärkt werden soll hingegen das Kerngeschäft mit Schulbüchern.
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Schüler während einer Unterrichtsstunde: Cornelsen will das Kerngeschäft mit Schulbuch-Marken stärken. Quelle: ZB

Schüler während einer Unterrichtsstunde: Cornelsen will das Kerngeschäft mit Schulbuch-Marken stärken.

(Foto: ZB)

FrankfurtEine der beiden größten deutschen Nachhilfe-Organisationen steht vor dem Verkauf. Der vor allem mit Schulbüchern bekannt gewordene Cornelsen Verlag stellte den "Studienkreis" mit seinen rund tausend Standorten in Deutschland am Dienstag zum Verkauf, wie das Unternehmen mitteilte. Der Rivale Schülerhilfe gehört bereits seit 2009 dem Münchener Mittelstands-Investor Paragon. Auch für den Studienkreis, der Cornelsen im vergangenen Jahr 57 Millionen Euro Umsatz brachte, könnte sich der Berliner Verlag einen Finanzinvestor als Käufer vorstellen, wie ein Sprecher sagte.

Die Sanierung des Studienkreises sei abgeschlossen. Die Nachhilfe-Sparte, zu der auch die auf lernbehinderte Schüler spezialisierten Duden Institute für Lerntherapie gehören, habe operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Es gebe aber kaum Synergien mit dem Kerngeschäft, begründete der Sprecher die Entscheidung.

Cornelsen will auch seinen kleinen Wissenschaftsverlag und das Geschäft mit Kinder- und Jugendbüchern (Meyers, Guinness) verkaufen. Mit dem Geld soll das Kerngeschäft mit den Schulbuch-Marken Cornelsen, Oldenbourg, Volk und Wissen sowie BSV gestärkt werden. Die Verlagsgruppe, die im vergangenen Jahr 423 Millionen Euro umgesetzt hatte, wolle sich damit darauf einstellen, dass die Schulbücher der Zukunft digital sein werden.

  • rtr
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