Umsatz blieb unverändert
Steag Hamatech verspürt weiter Preisdruck

Der Spezialanlagenbauer Steag Hamatech sieht sich in seinem Kerngeschäft optische Speichermedien anhaltendem Preisdruck und einer weitgehenden Umsatzflaute ausgesetzt.

Reuters STERNENFELS. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2003 teilte der Maschinenbauer am Dienstag in Sternenfels mit, der zuletzt schwache Auftragseingang habe sich nach der Markteinführung neuer Produktionsmaschinen zur Herstellung von CDs und DVDs wieder verbessert. Der unverändert anhaltende Preisdruck insbesondere bei Anlagen zur Produktion wiederbeschreibbarer CDs (CD-R) und DVDs (DVD-R) verhindere eine deutliche Besserung des Segmentergebnisses Optical Disk. An der Börse büßten die im SDax notierten Aktien fünf Prozent auf 3,58 € ein.

Für das zweite Halbjahr rechnet das zur Essener Steag-Gruppe gehörende Unternehmen mit einer Verbesserung der Situation, da die Produktpalette erneuert worden sei. Der durch die neuen Produkte beschleunigte Auftragseingang werde sich vom dritten Quartal an in den Geschäftszahlen niederschlagen. Das Management geht im Gesamtjahr von einem Umsatz in Vorjahreshöhe von 130 Mill. € aus und äußerte sich zuversichtlich, auch beim Ergebnis vor Steuern (Ebt) mindestens das Ergebnis des Jahres 2002 in Höhe von fünf Mill. € zu erreichen. Auf Grund geringerer Kosten verbesserte sich bei Steag Hamatech die Bruttomarge zum Vorjahr um fast drei Prozentpunkte auf 24 %. „Die Verkaufspreise stehen nach wie vor unter erheblichem Druck, dies macht die erzielten Fortschritte bei der Senkung der Herstellkosten größtenteils zunichte“, schrieb der Vorstand in seinem Halbjahresbericht.

Umsatz und Überschuss blieben in den ersten sechs Monaten 2003 zum Vorjahreszeitraum weitgehend unverändert. Der Gesamtumsatz lag im zweiten Quartal mit 31,3 Mill. € den Angaben zufolge nur knapp über dem Volumen des ersten Vierteljahres. Zum ersten Halbjahr 2002 ergab sich nach sechs Monaten eine Steigerung der Erlöse um rund vier Prozent. Der Quartalsüberschuss habe im ersten Halbjahr 0,9 Mill. € betragen und entspreche damit dem Vorjahreswert ohne Sondereffekte, erklärte Steag Hamatech. Das Vorsteuerergebnis (Ebt) verbesserte sich bereinigt um Sondereffekte auf 2,2 Mill. € von 0,9 Mill. € vor Jahresfrist.

Mit seinem Quartalsergebnis bestätigt Steag Hamatech die jüngste Brancheneinschätzung des größeren Konkurrenten Singulus. Der Wettbewerber hatte am Montag für das erste Halbjahr zwar von einer guten Auftragslage bei CD- und DVD-Produktionsanlagen berichtet. Allerdings ließ Preisdruck die Marge bei Singulus sinken. Im Gegensatz zur Aktie von Steag Hamatech legten die Singulus-Papiere am Dienstag um fast vier Prozent auf 17,96 € zu.

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