Umsatz gesteigert - Ausblick bekräftigt
Jenoptik senkt Verluste leicht

Der ostdeutsche Technologie-Konzern Jenoptik hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz deutlich gesteigert und seinen Fehlbetrag leicht reduziert. Jenoptik bekräftige zudem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

HB JENA. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) im ersten Halbjahr sei auf 8,4 Mill. € verringert worden von 13,2 Mill. € im Vorjahreszeitraum, teilte die im TecDax gelistete Jenoptik am Mittwoch in Jena mit.Der Umsatz sei auf 752,9 Mill. € von 665,3 Mill. in den ersten sechs Monaten 2003 gesteigert worden. Die Firma bekräftigte ihre Prognose, wonach im Gesamtjahr ein operativer Gewinn zwischen 45 und 60 Mill. € sowie ein Umsatz von mehr als zwei Mrd. € angestrebt werde.

Im operativen Ergebnis seien Restrukturierungskosten des Unternehmensbereichs Clean Systems enthalten, hieß es. Allein die Aufwendungen aus einem Sozialplan beliefen sich auf neun Mill. €. „Ohne diese Kosten wäre das operative Halbjahresergebnis des Jenoptik-Konzerns wieder positiv ausgefallen“, hieß es. Erhöhte Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit einer im Herbst 2003 begebenen Anleihe sowie ein höherer Zinsaufwand hätten zu einem nur leicht verbesserten Nettoverlust von 19,3 (Vorjahr: minus 20,1) Mill. € geführt.

„Ich bin enttäuscht, im Prinzip lag das Ergebnis unter meinen Erwartungen, vor allem die Sondereffekte waren höher als ich erwartet hätte“, sagte ein Analyst. Positiv wertete er, dass Jenoptik im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmensbereiches Clean Systems die Sparte Technische Gebäudesysteme zum 1. Juli 2004 in eine eigenständige Gesellschaft überführt hat. „Das heißt eigentlich, dass sie den Bereich jetzt verkaufen können.“

Jenoptik erzielt den größten Teil seiner Umsätze mit dem Bau und Management von Gebäuden für die Herstellung von Computerchips, so genannten Reinräumen. Die Sparte wies im vergangenen Jahr aber eine Rendite nahe Null aus. Durch einen Umbau der Sparte und mehr Aufträgen in Asien mit höheren Margen soll die Reinraum-Technik 2004 aber wieder deutlich zum Gewinn beitragen.

Der Auftragseingang im ersten Halbjahr stieg den Angaben nach um 17,6 % auf 1,4 Mrd. €. Der Auftragsbestand habe Ende Juni 3,2 (Vorjahr: 2,9) Mrd. € betragen. Deutlich erhöht habe sich dabei der Anteil aus Aufträgen aus der Elektronikinidustrie.

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