Umsatz gesteigert
Premiere schreibt operativ schwarze Zahlen

Der Münchener Bezahlsender Premiere hat im zweiten Quartal operativ schwarzen Zahlen geschrieben und seinen Umsatz gesteigert. Besonders im Kerngeschäft mit Abonnements wurden dabei höhere Umsätze verbucht.

HB MÜNCHEN. Konzernchef Georg Kofler bekräftigte im Interview mit der Nachrichten-Agentur Reuters das Ziel, im kommenden Jahr schwarze Zahlen auch unter dem Strich zu liefern und den Gang an die Börse zu wagen. „Das ist das erste Mal, dass ich sagen würde, Premiere ist operativ nachhaltig in den schwarzen Zahlen“, sagte Kofler am Montag und fügte hinzu: „Wir haben alle Erbschaften verdaut.“ Premiere werde auch im Gesamtjahr 2004 vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) schwarze Zahlen in zweistelliger Höhe schreiben.

„Wir bereiten uns darauf vor, den Börsengang für den Jahresverlauf 2005 ins Auge zu fassen“, bekräftigte Kofler. 2004 sei nicht gänzlich ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Bei der Auswahl der Banken und Berater sei noch keine Entscheidung getroffen. „Da sind Gespräche unterwegs - alles ohne großen Entscheidungsdruck.“ Kofler wollte nicht sagen, welchen Unternehmenswert er für Premiere als angemessen hält.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Münchener wird wegen des Gesellschafterwechsel im Februar 2003 von hohen immateriellen Abschreibungen (Goodwill) belastet, die jährlich mit rund 111 Mill. € zu Buche schlagen. Von April bis Juni verbuchte Premiere bereinigt um diese einen Gewinn (Ebitda) von 20,8 (Vorjahr: minus 6,9) Mill. €. Im dritten Quartal 2003 waren die Münchener mit 0,8 Mill. € bereits einmal - aber nur knapp - in die schwarzen Zahlen gekommen. Unter dem Strich verringerte Premiere im abgelaufenen Quartal den Verlust auf 21,8 (61,4) Mill. €.

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