Umsatz hat sich 2003 fast vervierfacht
Gameloft profitiert vom Handyspiele-Boom

Mit dem Boom bei Mobiletelefonen steigt das Interesse an mobiler Unterhaltung: Der börsennotierte Hersteller von Handy-Spielen Gameloft S.A., Paris, weist für 2003 einen Nettogewinn von 2,4 Mill. Euro aus – bei einem auf 10,2 Mill. Euro knapp vervierfachten Umsatz. Im Jahr zuvor war es auf vergleichbarer Basis ein Verlust von 8,9 Mill. Euro. 2004 soll der Umsatz weiter um 60 % steigen, teilte das Unternehmen mit.

pos DÜSSELDORF. Europa liegt im jungen Markt für Mobile-Gaming weit vorne: Auch das deutsche Start-Up Elkware (Mobilversion von „Anno 1503“) boomt. Laut Geschäftsführer Nils Weitemeyer kletterte der Umsatz von 0,5 Mill. auf 2,5 Mill. Euro 2003, dieses Jahr erwarte er bis zu 10 Mill. Euro. Das jüngst in New York eröffnete Büro habe schon mit den großen GSM-Carriern in den USA Verträge geschlossen. Elkware sei „tiefschwarz“.

Ein Großteil des Ertrags bei Gameloft stammt noch aus dem Verkauf von Kapitalanlagen, doch auch das operative Geschäft konnte mit 1,2 Mill. Euro (nach Minus 8,2 Mill.) in den schwarzen Bereich vorrücken.

Gameloft entwickelt Spiele für Handys und PDA für Java, Brew (Java-Konkurrenz, vor allem in Asien beliebt) und Symbian (u.a. Nokias Spielekonsole N-Gage). Im Februar hat Gameloft mit China Mobile, einem der weltgrößten Mobilfunkbetreiber, ein Vertriebsabkommen geschlossen. Elkware hat sich bislang auf Java-Spiele konzentriert und beginnt jetzt mit Brew für Asien und Amerika. Handyspiele kosten im Schnitt 3 bis 5 Euro. Mobilnetzbetreiber und Spiele-Hersteller teilen sich die Erträge.

Ulf Morys, General Manager der deutschen Gameloft sieht noch großes Wachstumspotenzial. Im Schnitt würden weltweit 500 000 bis 1 Mill. Gameloft-Spiele pro Monat verkauft. Nach Branchenschätzungen sind aber weltweit seit Mitte 2002 erst rund 250 Millionen javafähige Handys verkauft worden. Morys: „Bis 2007 rechnen wir mit 1 Mrd. Handys, die unsere Spiele laden können.“ Laut den Marktforschern der Gartner-Group ist der Handy-Absatz 2003 um 20 % gestiegen.

2001 hatte Gameloft nach schwersten Verlusten das Geschäft mit Internet-basierten Videospielen aufgegeben und mit dem Handy- Spiele-Hersteller Ludigames fusioniert. Zu den Großaktionären von Gameloft gehört mit 19,5 % der französische Videospielekonzern Ubisoft. Knapp 44 % halten die Gründer, rund 18,7 % werden an der Börse gehandelt.

Elkware ist dagegen komplett privat finanziert „ohne jedes Venture Capital“. Bislang, so Weitemeyer, könne das starke Wachstum voll aus dem Cash Flow finanziert werden.

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