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Umsatz sinkt: Die Leiden der Musikindustrie

Für die Musikbranche ist die Talsohle immer noch nicht durchschritten. Die Umsätze sinken weiter und das Wachstum und Margen im Onlinehandel bieten keine Aussicht auf Besserung.

Eine CD und ein iPod. Quelle: dpa
Eine CD und ein iPod. Quelle: dpa

Köln Zum 30. Geburtstag der CD gibt es schlechte Nachrichten: Der Abwärtstrend im deutschen Musikmarkt hat sich verstärkt. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz um 4,1 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren die Erlöse noch um 2,1 Prozent zurückgegangen, teilte der Bundesverband Musikindustrie mit.

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Die Gründe für den Niedergang sind vielfältig. Durch das illegale Herunterladen von Musik im Internet gehen den großen Musikfirmen dreistellige Millionen-Euro-Beträge im Jahr verloren. Zudem sind die Margen im immer beliebter werdenden Onlineverkauf von digitaler Musik sehr viel niedriger als bei der CD.

Die Bilanz des vergangenen Jahres ist für die Branche bitter. Schließlich hatte die Musikindustrie in den vergangenen zehn Jahren rund 40 Prozent der Erlöse verloren. Eigentlich hatte der Bundesverband der Musikindustrie bereits 2010 mit dem Erreichen der Talsohle gerechnet. Für dieses Jahr wurde sogar ein Wachstum prognostiziert. Doch die Vorhersagen hat nun Dieter Gorny, Präsident des Bundesverbands der Musikindustrie, kassiert. „Wir haben uns getäuscht. Es gibt noch keine endgültige Bodenbildung in der deutschen Musikindustrie“, sagte er dem Handelsblatt.

Die Branche ist ernüchtert. „Der Umsatz im Musikmarkt geht jedes Jahr zwischen drei bis fünf Prozent zurück“, prognostizierte Edgar Berger, Deutschland-Chef von Sony Music, zuletzt. Eine Entspannung sei nicht in Sicht. Sony ist nach Universal die Nummer zwei im deutschen Musikmarkt.

Zahl der Beschäftigten sinkt erneut

Gorny verbreitet dagegen Zuversicht. „Wir erwarten für nächstes Jahr eine Stabilisierung der Erlöse“, sagte er. Denn die Zeit der großen Umsatzeinbrüche sei vorbei. Die Rückgänge würden sich abschwächen. In der Musikindustrie gehe es nur noch „sanft bergab“.

Die seit anderthalb Jahrzehnten rückläufige Umsatzentwicklung hat für die Branche drastische Folgen. Abermals sank die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 8 099. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Arbeitsplätze nahezu halbiert.

  • 16.04.2011, 16:20 Uhrflyingfridge

    Ich würde es eh einleuchtender finden, wenn die Rechte an Musik nicht veräusserbar sind, sondern dauerhaft bei den Kreativen bleiben: den Musikern und Komponisten. Auch die Vererbbarkeit von Immaterialgüterrechten finde ich ziemlich fragwürdig.

  • 16.04.2011, 11:54 Uhralf

    sehr schön...

  • 16.04.2011, 11:42 UhrZeitzeuge

    Ein Bauer kann seine Kartofeln auch nicht zweimal verkaufen. Unsolide Wirtschaftzweige, wie es nun einmal die Musikindustrie ist, gehören auf den Müll! All diese hochgejubelten Gaukler, deren schlechte Schulnoten, vor allem in Mathematik, sonstige Karrieren verhindert haben sind so überflüssig, wie die unfähigen Politiker. Das Staats- und Rechtswesen auch noch mit dem Schutz dieses Unfugs, der hart am Schmutz angesiedelt ist zu belasten, ist eine unangemessene Zumutung für die Allgemeinheit. Bohlen, sonstige Leerköpfe, Flegel & Co. verdienen keinen Schutz, weil der "Wert" ihrer "Arbeit" objetiv nicht feststellbar ist.

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