Umsatz und Gewinn deutlich gestiegen
Nokia erfüllt die Erwartungen

Nokia hat im zweiten Quartal wie erwartet Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Der Gewinn je Aktie sei ohne Sonderposten im abgelaufenen Vierteljahr auf 0,23 von 0,17 Euro im Vorjahr gestiegen, teilte der weltgrößte Handy-Hersteller am Donnerstag in Helsinki mit.

HB HELSINKI. Der operative Gewinn kletterte um rund 50 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 9,8 von 8,1 Mrd. Euro. Umsatz und Gewinn lagen im Rahmen der Analystenschätzungen.

Zuwächse verzeichnete Nokia vor allem im Handy-Geschäft, in dem der Umsatz um rund ein Fünftel anzog. Der Verkauf von Mobilfunktelefonen erhöhte sich im abgelaufenen Quartal um 29 Prozent auf 78,4 Millionen. Allerdings sackte der Marktanteil gegenüber dem Auftaktquartal um einen Prozentpunkt auf 34 Prozent ab. Im laufenden Quartal werde der Marktanteil auf dem Niveau bleiben, hieß es.

Die Aktien des finnischen Unternehmens notierten kurz nach Veröffentlichung der Geschäftsbilanz knapp zwei Prozent im Plus. US-Rivale Motorola hatte am Vorabend eine überraschend kräftige Verbesserung seiner Geschäfte vermeldet, seine Aktien zogen vorbörslich kräftig an.

Nokia verkaufte im zweiten Quartal 78,4 Millionen Handys und damit 29 Prozent mehr Geräte als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum ersten Quartal sei dies ein Plus von 4 Prozent, hieß es. Den branchenweite Handyabsatz bezifferte Nokia mit 230 Millionen Einheiten, was einem Wachstum von 26 Prozent zum Vorjahr und um 7 Prozent zum Vorquartal entspreche. Der eigene Marktanteil bei Handys habe demnach 34 Prozent erreicht (Vorjahr: 33 Prozent/Vorquartal 35 Prozent).

Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 102 Euro je Mobilfunkgerät lag Nokia zwar unter den im Vorquartal erzielten 103 Euro und den im Vorjahr erreichten 105 Euro, aber über den im Schnitt erwarteten 101 Euro. Der Umsatz im Handy-Geschäft kletterte um 21 Prozent auf 5,875 Mrd. Euro, die operative Marge nahm auf 16,7 Prozent (16,2 Prozent) zu.

Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet Nokia weltweit mit einer Zunahme des Handyabsatzes um 15 Prozent oder mehr auf 915 Millionen Handys gegenüber den geschätzt rund 795 Millionen Einheiten im Jahr 2005. Zwar sei dabei auch mit einem Wertzuwachs zu rechnen. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät (ASP) werde aber weiter unter Druck bleiben, da die Nachfrage vor allem aus Schwellenländern komme.

Der Markt für Netzinfrastruktur dürfte 2006 gemessen in Euro moderat zulegen, bekräftigte der Konzern bisherige Prognosen. Das Unternehmen selbst strebe sowohl im Handy- als auch im Infrastrukturmarkt einen höheren Marktanteil an.

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