Umsatz- und Gewinnwarnung
SAP-Konkurrent Siebel erwartet Nettoverlust

Der US-Softwareproduzent Siebel Sytems wird im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die eigenen Umsatz- und Gewinnerwartungen voraussichtlich verfehlen. Schuld soll die Verzögerungen bei eingeplanten Vertragsabschlüssen sein.

HB SAN FRANCISCO. An den Börsen standen Technologiewerte nach der Ankündigung am Mittwoch unter Druck. Unter Experten wuchs die Sorge über den Zustand des Software-Marktes, nachdem bereits andere Firmen der Branche Gewinnwarnungen ausgegeben hatten.

Siebel hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss erklärt, der Umsatz werde im ersten Quartal zwischen 297 Mill. und 300 Mill. Dollar liegen. Im Januar war Siebel noch von 325 bis 345 Mill. Dollar ausgegangen. „Wir hatten angenommen, eine ausreichende Zahl von Verträgen abschließen zu können, um unsere Prognosen einhalten zu können“ sagte Siebel-Chef Mike Lawrie. „In den letzten Tagen des Quartals sind aber Reihe von Vertragsabschlüssen von unseren Kunden aufgeschoben worden.“ Die Ursachen hierfür seien in eigenen Schwächen und der schwierigen Markt- und Wirtschaftslage zu suchen.

Die Ankündigung lastete auf IT-Aktien, wobei SAP rund ein Prozent verlor. Siebel gaben vor Eröffnung der US-Börsen um elf Prozent nach. Papiere des Konkurrenten Salesforce.com verloren drei Prozent.

Analyst Nitsan Hargil von Friedman Billings Ramsey & Co. sagte, in der Software-Branche sei ein stabiles Wachstum erwartet worden. Die Warnungen der letzten Tage hätten aber die Erwartungen für den Rest des Jahres gedrückt. Bei SAP-Aktien wurde keine dauerhafte Belastung erwartet: „Die Gewinnwarnung von Siebel belastet natürlich den gesamten Sektor. Allerdings sind das hausgemachte Probleme bei Siebel. Die Quartalsentwicklung von SAP sollte das nicht belasten“, sagte ein Händler.

Siebel hatte zudem mitgeteilt, unter Berücksichtigung einer Belastung durch eine Übernahme einen Nettoverlust von sieben bis neun Mill. Dollar ein bis zwei Cent je Aktie zu erwarten. Ohne die Belastung würde wohl ein Nettogewinn von zwei bis vier Mill. Dollar oder bis zu einem Cent je Aktie verbucht werden. Zuvor hatte Siebel mit einem Gewinn je Aktie ohne Sonderposten von fünf bis sechs Cent gerechnet.

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