Umsatz-Warnung
AMD will jeden fünften Arbeitsplatz streichen

Nach der jüngsten Umsatz-Warnung plant der Chiphersteller massiven Stellenabbau. Jeder fünfte Job ist gefährdet, berichtet ein Insider. Dem Unternehmen macht die schwächere PC-Nachfrage zu schaffen.
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San FranciscoDer US-Chiphersteller Advanced Micro Devices erwägt nach seiner jüngsten Umsatz-Warnung, jeden fünften Arbeitsplatz zu streichen. Von seinen knapp 12.000 Angestellten werde AMD voraussichtlich 10 bis 20 Prozent entlassen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge geht es um bis zu 2340 Jobs, nach ihren Angaben soll mindestens jede zehnte Stelle abgebaut werden. Das Technologieblog CNET schrieb, die Stellenstreichungen könnten bis zu 30 Prozent gehen. Der Stellenabbau könnte bereits in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. AMD lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Unternehmen kommt mit der schwächeren Nachfrage nach PCs viel schlechter zurecht als der große Rivale Intel mit seinem Marktanteil von rund 80 Prozent. Der PC-Absatz von AMD fiel im dritten Quartal laut Marktforschern um mehr als acht Prozent.

So senkte AMD seine Umsatzprognose für das dritte Geschäftsquartal und enttäuschte damit Analysten. Als Grund führte das Unternehmen die schwierige Lage der Weltwirtschaft an. Allerdings leidet AMD wie Konkurrent Intel auch unter dem Erfolg von Tablet-PCs wie dem iPad von Apple. Herkömmlichen PCs und Laptops sind nicht mehr so gefragt.

Der Industrie macht zu schaffen, dass die Verbraucher eher zu Smartphones und Tablets greifen und die Unternehmen auch angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten die Erneuerung ihrer Computer hinauszögern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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