Umsatzausblick enttäuscht - Aktie sackt ab
Texas Instruments gehen die Chips aus

Der weltgrößte Hersteller von Handy-Chips, Texas Instruments (TI), hat seinen Gewinn im dritten Quartal zwar im Rahmen der Erwartungen gesteigert, doch die Anleger waren offenbar vom Umsatzausblick enttäuscht.

HB DALLAS. Texas Instruments hat im dritten Quartal von seinem guten Halbleitergeschäft profitiert. Der Gewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 563 Mill. auf 631 Mill. Dollar (526 Mio Euro), teilte der Konzern am Montag nach Börsenschluss mit. „TI hat in Bereichen mit nachhaltig langfristigem Wachstum weiter Marktanteile hinzugewonnen“, sagte Konzern-Chef Rich Templeton. „Alles in allem war das ein exzellentes Quartal.“

Der Gewinn pro Aktie lag bei 38 (32) Cent. Der Umsatz erreichte von Juli bis September ein neues Hoch von 3,6 (Vorjahr: 3,3) Mrd. Dollar. Der Umsatz mit Mobilfunkkomponenten stieg nach Unternehmensangaben im Vergleich zum Vorquartal um 16 % und im Vergleich zum Vorjahr um 20 %.

Wegen der Verkäufe im abgelaufenen Drei-Monats-Zeitraum befänden sich die Lagerbestände derzeit unter dem gewünschten Niveau, erklärte TI-Finanzchef Kevin March am Montag. Dies könne sich problematisch auswirken, falls es im laufenden vierten Quartal einen Nachfrageschub gäbe. Für das Schlussquartal prognostizierte TI Umsätze von 3,425 Mrd. bis 3,715 Mrd. Dollar. Analysten hatten hier bislang im Schnitt mit 3,629 Mrd. gerechnet. Die Aktien des Unternehmens reagierten im frühen Handel mit Kursverlusten von fünf Prozent auf 29,35 Dollar.

Das Niveau der Lagerbestände soll sich nach Firmenangaben binnen sechs bis acht Wochen wieder normalisieren. Beim Gewinn rechnet TI im vierten Quartal mit 36 bis 40 Cent je Aktie, wobei drei Cent je Aktie Sonderbelastungen für Aktienprogramme beinhaltet sind. Vor dieser Belastung rechneten Analysten zuletzt im Schnitt mit 40 Cent Gewinn je Aktie. „Es war insgesamt ein gutes Quartal“, sagte Legg Mason, Analyst bei Cody Acree. Die Endnachfrage erscheine robust. Es sei lediglich fraglich, ob TI alle Teile liefern könne, die benötigt würden.

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