Umsatzeinbußen erstmals seit drei Jahren gestoppt
Zeitungsverlage steigern Umsatz

Die deutschen Zeitungsverlage haben 2004 erstmals wieder ein Umsatzplus erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschafteten sie mit annähernd neun Milliarden Euro rund ein Prozent mehr, wie der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger am Dienstag in Berlin bekannt gab.

HB BERLIN. Seit 2001 hatten die Zeitungsverlage jedes Jahr schwere Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Noch vor Jahresfrist hatte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auch für 2004 mit einem Minus gerechnet.

Dennoch bestehe kein Grund zum Jubel, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDZV, Dietmar Wolff, am Dienstag in Berlin. Die Gesamterlöse stiegen den Angaben nach um 1 % auf knapp 9 Mrd EUR. Das Anzeigen- und Beilagengeschäft nahm um 1,3 % auf 4,74 Mrd EUR zu nach einem Minus von 10,1 % im Jahr zuvor. Die Vertriebsumsätze legten um 0,6 % auf 4,2 Mrd EUR zu.

Das Jahr 2004 habe erneut gezeigt, dass sich das Verhältnis von Vertriebs- und Anzeigenumsatz stark verändert habe, teilte der BDZV weiter mit. Bis zum Jahr 2000 habe die Faustregel ein Drittel Vertriebsumsatz und zwei Drittel Anzeigenumsatz gegolten. Mittlerweile betrage das Verhältnis 53 % Anzeigen zu 47 % Vertriebsumsatz. In Ostdeutschland beliefen sich die Vertriebsumsätze sogar auf 55% der Gesamterlöse.

Die Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres entspreche dem Niveau von 1994. Bei den Anzeigenumsätzen reiche sie sogar zurück bis 1990 und 1991. Demgegenüber stünden gewachsene Kosten. Allein im Personalbereich hätten die Kostenbelastungen durch tarifliche Erhöhungen in den vergangenen zehn Jahren um 25 % zugenommen. Deshalb hätten die meisten Verlage in den vergangenen Jahren Personal abbauen müssen, sagte Wolff.

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