Umsatzerwartung reduziert
AMD muss einstecken

Der Preiskampf zwischen dem weltweit zweitgrößten Chiphersteller AMD und dem Branchenprimus Intel ist zwar positiv für die Kunden, die für immer weniger Geld immer mehr Rechenleistung bekommen. Die Unternehmen leiden jedoch: AMD hat für das erste Quartal einen deutlich unter den Erwartungen liegenenden Umsatz angekündigt. Die Anleger sind dennoch glücklich.

HB SAN FRANCISCO. Der Umsatz werde voraussichtlich bei rund 1,23 Mrd. Dollar liegen, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Zugleich kündigte es allerdings eine Senkung seiner Ausgaben um eine halbe Milliarde Dollar an. Seine Pläne zum Kapazitätsausbau würden dadurch aber nicht wesentlich beeinträchtigt, hieß es. Die AMD-Aktie legte daraufhin deutlich zu.

Die Umsatzprognose liegt rund ein Fünftel unter dem durchschnittlichen Wert bei einer Umfrage unter Analysten. Als Begründung für die Korrektur verwies das Unternehmen auf gesunkene Preise und einen rückläufigen Absatz vor allem bei Wiederverkäufern. Solche meist kleinen unabhängigen Computerhersteller gehören traditionell zu den treuesten AMD-Kunden. Nur die wenigsten Prozessoren gehen direkt an Privatkunden.

Analysten werteten die Ankündigung vom Montag als weiteres Zeichen für die Fortsetzung des Preiskriegs zwischen AMD und dem Marktführer Intel. Es werde wohl weitere Preissenkungen in allen Marktsegmenten geben, sagte Jo Anne Feeney von FTN Midwest Securities. Dies werde aller Voraussicht nach beiden Herstellern schaden. Bereits Anfang März hatte AMD mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale angekündigt, dass es sein Umsatzziel von 1,6 bis 1,7 Mrd. Dollar verfehlen werde.

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