Umsatzminus von 5,5 Prozent im Jahr 2003
Zeitungsverleger: Krise überwunden, aber erneut Umsatzverluste

Die deutschen Zeitungsverlage erwarten auch für das laufende Jahr erneut Umsatzverluste, haben aber offenbar das Tal der Tränen durchschritten.

HB BERLIN. „Wir werden auch 2004 im vierten Jahr hintereinander Umsatzverluste verbuchen müssen, aber das Loch der Krise ist durchschritten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Volker Schulze, am Dienstag in Berlin.

2003 habe die Zeitungsbranche ein Umsatzminus von 5,5 Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt erwirtschafteten die Zeitungsverlage 8,9 Milliarden Euro, 5 Prozent weniger als 2002.

Allerdings solle sich das Umsatzniveau in diesem Jahr stabilisieren. Über mögliche Steigerungen 2005 wollte Schulze nicht spekulieren.

In den ersten vier Monaten wurden 1,6 Prozent weniger Anzeigen inseriert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe sich der Markt der Rubrikenanzeigen gefestigt, wobei besonders der Zuwachs an lokalen Handelsanzeigen um 4 Prozent ein positives Signal sei, sagte der Geschäftsführer der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG), Markus Ruppe. BDZV-Chef Schulze bremste jedoch die Erwartungen. „Solche Steigerungen wecken natürlich Erwartungen, aber es wird noch lange dauern, ehe wir wieder in die Nähe der Jahre 1999 oder 2000 kommen.“ Konjunkturbedingt seien zum ersten Drittel des Jahres 2003 in diesem Jahr noch einmal weniger Stellenanzeigen geschaltet worden (-12,7 Prozent).

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