Umsatzplus erwartet
Zeitschriftenverleger sind wieder optimistischer

Dank eines anziehenden Anzeigengeschäfts sind die deutschen Zeitschriftenverlage wieder optimistisch und erwarten ein Umsatzplus in diesem Jahr. Am stärksten - wenn auch auf niedrigem Niveau - legten die mobilen Dienste zu, teilte der Branchenverband VDZ mit.
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HB BERLIN. Die deutschen Zeitschriftenverlage setzen dank eines anziehenden Anzeigengeschäfts auf eine moderate Erholung. Für dieses und für nächstes Jahr sei je ein Umsatzplus von rund einem Prozent auf 6,9 und dann 7 Mrd. Euro zu erwarten, teilte der Branchenverband VDZ am Dienstag in Berlin mit.

Damit ist die Branche aber noch weit entfernt vom Niveau von 2008 mit rund 7,6 Mrd. Euro Umsatz. Im Rezessionsjahr 2009 hatten die Verlage fast zehn Prozent an Einnahmen eingebüßt.

Das Anzeigengeschäft zieht nun wieder allmählich an. Von Januar bis September dieses Jahres stiegen die Bruttowerbeumsätze für die Publikumszeitschriften um 4 Prozent über den Vorjahreszeitraum, für die Fachzeitschriften lag das Plus bei 1,3 Prozent. "Derzeit tragen Anzeigen und Vertrieb mit gleichen Anteilen von jeweils 35 Prozent zum Umsatz bei", hieß es. Die Verlage gehen aber davon aus, dass beide Geschäftsteile 2013 zusammen nur noch knapp 64 Prozent ausmachen werden.

Am stärksten - wenn auch auf niedrigem Niveau - würden die sogenannten mobilen Dienste zulegen. "Das online- und internetbasierte Geschäft, das heute schon acht Prozent ausmacht, wird auf einen Anteil von über elf Prozent steigen." Beim Arbeitsplatzabbau nach der Krise sehen die Verlage den Tiefpunkt erreicht und gehen von einer Stabilisierung aus.

Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten um fast fünf Prozent auf rund 32 400 sinken. Für 2011 peilt der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) wieder ein Plus von gut einem Prozent an, wie Verbands-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner erklärte.

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