Umsatzprognose für zweites Quartal angehoben
Intel glänzt dank seines Handy-Chip-Geschäfts

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat hat die Finanzmärkte am Donnerstag mit einem optimistischen Ausblick auf das laufende zweite Quartal überrascht. Der Aktienkurs reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung und gab in Europa und Asien vor allem Technologie-Aktien Auftrieb.

HB SAN FRANCISCO. Im zweiten Quartal (per 26. Juni) werde der Umsatz nun mit 8,0 Mrd. bis 8,2 Mrd. Dollar erwartet, teilte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Im April hatte der Branchenprimus einen Umsatz von 7,6 Mrd. bis 8,2 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt, während Analysten zuletzt im Schnitt mit acht Mrd. Dollar gerechnet hatten.

Grund für die höhere Umsatzerwartung sei eine unerwartet starke Entwicklung im Geschäft mit Flash-Speicherchips für die Kommunikationsbranche, teilte Intel mit. Flash-Chips kommen vorwiegend in tragbaren Geräten wie Mobiltelefone zum Einsatz. In diesem Bereich zeichne sich nach mehr als fünf enttäuschenden Quartalen eine Wende ab, sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant. Die Geschäfte würden unter anderem vom steigenden Handyabsatz profitieren. „Ich würde sagen, es ist ein bescheidener Markt da draußen, und ich denke, wir entwickeln uns besser“, sagte Bryant. „Ich denke, wir sehen langsam eine wirkliche Veränderung in dem Geschäftsbereich, nicht nur ein einmaliges Anziehen.“

Die Kommunikationssparte von Intel hatte im vergangenen Jahr operativ rund 850 Mill. Dollar Verlust gemacht und unter den Ende 2002 gestiegenen Preisen für Flash-Chips gelitten. In Folge des Preisanstiegs hatte Intel einige seiner Kunden an Konkurrenten wie Advanced Micro Devices (AMD) verloren.

Intel sei auf dem richtigen Weg, sagte Analyst Marshall Front von Front Barnett Associates. „Sie haben in den vergangenen Jahren einige enorm ertragreiche Investitionen in neue Werke getätigt, die letztlich beginnen, Früchte zu tragen“, sagte er.

Das Kerngeschäft von Intel - Chips für PCs, Notebooks sowie Server - entwickele sich dagegen im Rahmen der Erwartungen. Bei der Brutto-Gewinnmarge rechnet das Unternehmen zudem nun mit 60 bis 61 % nach bislang rund 60 %. Alle anderen Voraussagen ließ das Unternehmen unverändert. Im laufenden Quartal werde Intel zudem rund 60 Mill. Dollar weniger Einkommensteuern zu entrichten habe, wie eine Steuerprüfung ergeben habe.

Nachbörslich zogen Intel-Aktien auf 27,95 Dollar von 27,41 Dollar zum offiziellen Handelsschluss an der US-Technologiebörse Nasdaq an; das ist weniger als der Schlusskurs von Mittwoch von 28,01 Dollar. Seit Jahresbeginn haben die Titel rund 13 % an Wert eingebüßt.

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