Umsatzprognose leicht nachgebessert
Intel enttäuscht Analysten

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat unter Verweis auf eine starke Nachfrage nach Mikroprozessoren seine Umsatzerwartungen für das laufende vierte Quartal leicht erhöht. Intel-Aktien reagierten gleichwohl nachbörslich mit einem Abschlag von rund 3,5 %. Händler erklärten, sie hätten angesichts der aktuellen Nachfrage in der gesamten Chip-Branche ein deutlicheres Signal erhofft. Ein Faktor dürfte auch das deutlich schwächere Abschneiden Intels im Bereich der drahtlosen Kommunikation gewesen sein.

HB SAN FRANCISCO. Für das vierte Quartal werde jetzt ein Umsatz zwischen 8,5 und 8,7 Mrd. Dollar erwartet, teilte Intel am Donnerstag nach US-Börsenschluss in seinem mit Spannung erwarteten Zwischenbericht mit. Damit rechnet Intel im Schnitt nun mit 200 Mill. Dollar mehr Umsatz als bisher. Die bisherige Spanne hatte das in Santa Clara ansässige Unternehmen mit 8,1 bis 8,7 Mrd. Dollar angegeben nach einem Umsatz von 7,16 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Von Reuters befragte Analysten rechnen dagegen mit einem Umsatz von 8,4 bis 8,98 Mrd. Dollar und im Mittel mit 8,55 Mrd. Dollar. Beim Gewinn je Aktie erwarten Analysten mit 29 Cent sogar fast eine Verdopplung im Vergleich zu den 16 Cent je Aktie im Vorjahr.

Die Erwartungen für den Bereich drahtlose Kommunikation seien allerdings nun nicht mehr so hoch wie erwartet, teilte Intel mit. Hier werde Intel eine Sonderbelastung von etwa 600 Mill. Dollar im vierten Quartal verbuchen. Dadurch und infolge anderer Belastungen werde der Nettogewinn um sechs Cent je Aktie geschmälert.

Intel-Finanzchef Andy Bryant sagte, die Sonderbelastungen seien die Folge eines unerwartet schwachen Geschäfts mit den so genannten Wireless Chipsets. Teilweise seien die entsprechenden Produkte einfach auch zu spät auf den Markt gekommen.

Die Nachfrage nach Kommunikationsprodukten liege dagegen im Rahmen der bisherigen Erwartungen, teilte Intel weiter mit. In seinem Mikroprozessoren-Geschäft, das rund 80 % seiner Erlöse ausmacht, zeichne sich ein solides, saisonales Wachstum ab. Weltweit laufen auf vier von fünf PCs die Mikroprozessoren von Intel. Der Konzern gilt überdies als Gradmesser für die gesamte Technologiebranche.

Gus Richard von First Albany nannte die Ergebnisse „fein - und im Rahmen der Erwartungen“, fügte dann aber, unter Hinweis auf das allgemeine Umfeld hinzu: „Aber eben nicht gut genug.“

Intel-Aktien sanken nachbörslich auf 32,37 Dollar, nachdem sie an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq um 0,6 % höher bei 33,54 Dollar geschlossen hatten.

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