Umsatzwachstum
Brown-Thriller macht Buchbranche euphorisch

Mit einem Umsatzwachstum von 2,5 Prozent verlief das Jahr für die Buchbranche bislang durchweg ordentlich. Einen weiteren Schub erwartet der Buchhandel nun durch den neuesten Roman von Kultautor Dan Brown. Wie der Thriller "Das verlorene Symbol" Deutschlands Buchbranche in Begeisterung versetzt.

DÜSSELDORF. "Der neue Dan Brown ist ein Aufbruchsymbol für den Buchhandel", sagte Verlagsleiter Marco Schneiders von der Verlagsgruppe Lübbe dem Handelsblatt. Er ist sich sicher: Der Titel werde viele Menschen in den nächsten Monaten in die Buchhandlungen locken. "Das neue Buch hat eine große psychologische Wirkung für die Branche", bestätigt auch Gottfried Honnefelder, Verleger und Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Lübbe wird "Das verlorene Symbol" mit einer Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren zum Ladenpreis von 26 Euro auf den Markt bringen. Das ist für den deutschen Markt eine historisch einmalige Startauflage. Der Grund: "Die Buchhändler haben schließlich sechs Jahre auf den neuen Dan Brown gewartet", begründet Verlagsleiter Schneiders den Optimismus. Zum Vergleich: Andere Brown-Bücher wie "Sakrileg" ("Da Vinci Code") im Jahre 2003 oder "Illuminati" ("Angels and Demons") im Jahr 2000 starteten lediglich mit sechsstelligen Auflagen im deutschen Markt.

Auch in dem neuen Thriller ist wieder Harvard-Professor Robert Langdon unterwegs. In einem Zeitraum von nur zwölf Stunden jagt er durch die amerikanische Hauptstadt Washington. Lübbe engagierte sechs Übersetzer, um die 509 Originalseiten in zehn Tagen zu bewältigen. Die deutschsprachige Ausgabe "Das verlorene Symbol" wird 768 Seiten umfassen. Der Verlag will auf der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober einen eigenen Lastwagen vorfahren lassen, um erste Exemplare unter die Besucher zu bringen.

Für Euphorie in Deutschland sorgt der überraschend große Erfolg des Romans in Nordamerika und Großbritannien. In den USA ist der neue Thriller mehr als eine Million mal verkauft worden. Doubleday hat zum Start nach eigenen Angaben fünf Millionen Exemplare drucken lassen. Den Markterfolg kann der Verlag Doubleday gut gebrauchen.

Das Unternehmen gehört zum weltgrößten Buchkonzern Random House. Die Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann ist im ersten Halbjahr nur knapp an der Verlustzone vorbei geschrammt: In den ersten sechs Monaten erzielte Random House bei einem Umsatz von 734 Mill. Euro gerade mal einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von fünf Mill. Euro.

Seite 1:

Brown-Thriller macht Buchbranche euphorisch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%