Umsatzwarnung
Der Apple-Jäger HTC wird zum Gejagten

Mit einer Umsatzwarnung schockiert der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC seine Anleger. Der US-Marktführer muss befürchten, hinter der Konkurrenz zurückzufallen.
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DüsseldorfEs war ein herber Schlag für die Anleger: Der taiwanesische Handyhersteller HTC hat heute drastisch seine Umsatzziele für das vierte Quartal um rund 23 Prozent auf 104 Milliarden Taiwanesische Dollar (2,6 Milliarden Euro) gesenkt. Man erwarte einen Erlös, der dem des Vorjahres entspreche, hieß es. Noch Ende Oktober hatte das Unternehmen einen Umsatz von 125 bis 135 Milliarden Taiwanesische Dollar (3,1 bis 3,3 Milliarden Euro) in Aussicht gestellt. 

Die Börse reagiert heftig: Die Aktie sank um sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten. Noch weiter runter ging es nur nicht, weil dieser Fall ein Maximum an der taiwanesischen Börse darstellt, das sogenannte „Limit down“.

Die schlechten Nachrichten häufen sich für den Smartphone-Hersteller. Erst am Dienstag dieser Woche musste das Unternehmen eine herbe Schlappe in einem Patentstreit mit seinem Rivalen Apple hinnehmen. 

HTC wollte den kalifornischen Grafikchiphersteller S3 Graphics übernehmen, um sich in dem seit einiger Zeit währenden Rechtekrieg mit Apple zu stärken. S3 Graphics selbst hatte den iPhone-Hersteller im Mai 2010 verklagt, weil er angeblich vier seiner Patente verletzt.   

Die US-Handelsbehörde ITC hatte die Klage am Montag jedoch abgewiesen. Einen Tag später meldeten verschiedene Fachmedien, dass HTC den Kauf von S3 Graphics überdenken will, vermutlich als Reaktion auf die gescheiterte Klage des Grafikchipherstellers. „Wir sehen dies als ungünstiges Zeichen für HTC, das nun weniger Hebel ansetzen kann, um zu einem günstigen Vergleich mit Apple zu kommen“, sagte Analyst William Power von Robert W. Baird & Co dem Branchenportal ZDNet.

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HTC hat zu wenige Produktinnovationen.

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