Umstellung der Mitarbeitervergütung
Microsoft spendiert Vorzugsaktien statt Aktienoptionen

Microsoft stellt den aktiengebunden Anteil seiner Mitarbeitervergütung um: Statt Optionen auf Microsoft-Aktien sollen die 50 000 Angestellten ab September „echte“ Vorzugsaktien zugeteilt bekommen, die nach einer Wartefrist von fünf Jahren in ihren Besitz übergehen.

HB/wsj/sia NEW YORK. Microsoft lockert damit die strikte Kursbindung seiner Mitarbeitervergütung. Denn das bisherige Options-Programm hat angesichts gefallener Kurse für die Mitarbeiter seinen Reiz verloren: Sie haben Optionen, deren Umwandlungspreis höher ist als der aktuelle Kurs der Microsoft-Aktie.

Um die angesammelten Optionen noch zu verwerten, enthält das neue Vergütungsprogramm einen freiwilligen Teil, bei dem der Arbeitgeber versucht, die bisherigen Optionen der Mitarbeiter an einen Finanzinvestor zu verkaufen. Eine Option mit Umwandlungspreis 33-34 $ würde zum Beispiel rund 2 $ einbringen, wenn die Microsoft-Aktie bei 25 $ notiert.

Der Schritt dürfte Signalwirkung haben. Denn überall haben die üblichen Optionsprogramme ihren Reiz für die Mitarbeiter verloren. Die Zuteilung von Vorzugsaktien räumen die meisten US-Unternehmen nur den Führungskräften ein.

Auch der Automobilkonzern Daimler-Chrysler überdenkt das Aktienoptionsprogramm für seine Führungskräfte. Denkbar seien klarere Formen einer leistungsorientierten Vergütung wie zum Beispiel Direktzahlungen, sagte Finanzvorstand Manfred Gentz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher sagte, Veränderungen noch in diesem Jahr seien nicht ausgeschlossen.

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