Umstrittene Subventionen
Nokia wehrt sich gegen Rückzahlungsforderungen

Der finnische Handyhersteller Nokia hat fristgemäß zur geforderten Rückzahlung von Subventionen für sein Bochumer Werk Stellung genommen.

HB DÜSSELDORF. Wie ein Sprecher des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums mitteilte, wehrt sich Nokia in der am Dienstag eingegangenen rund 40-seitigen Stellungnahme gegen die Rückzahlungsforderung. Das Schreiben werde nun ausgewertet, zitiert die Nachrichtenagentur ddp den Sprecher.

In den "nächsten Tagen" solle über mögliche Konsequenzen entschieden werden, sagte der Sprecher. Dem Unternehmen mit Sitz in Helsinki wird vorgeworfen, weniger Arbeitsplätze als vereinbart in Bochum geschaffen zu haben. Deswegen muss der Konzern möglicherweise 41 Mill. Euro an Subventionen zurückzahlen.

Am Mittwoch werden in Bochum die Verhandlungen über die Zukunft der Nokia -Beschäftigten fortgesetzt. Betriebsrat und Unternehmen werden darüber sprechen, wie möglichst viele Mitarbeiter eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen können.

Am 15. Januar war bekanntgeworden, dass Nokia seine Handy-Produktion in Bochum einstellen und die Produktion bis Mitte 2008 nach Rumänien verlagern will. Diese Entscheidung löste große Proteste aus. 2 300 Nokia -Beschäftigte sind betroffen, zudem sind bis zu 2.000 Stellen bei Zulieferern und Leiharbeitsunternehmen in Gefahr.

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