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Umstrukturierung: Telekom streicht und schafft Jobs

Die Deutsche Telekom wird 1.200 Arbeitsplätze in der Verwaltung streichen, das hat der Personalverstand bestätigt. Zugleich sollen an anderer Stelle neue geschaffen werden. Der Netzausbau bringt Beschäftigung.

Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn: Der Verwaltungsapparat wird verkleinert. Quelle: dpa
Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn: Der Verwaltungsapparat wird verkleinert. Quelle: dpa

FrankfurtDie Deutsche Telekom setzt ihren Stellenabbau fort. Personalvorstand Marion Schick sagte dem Magazin „Focus“, bis zur Jahresmitte würden weitere 1.200 Arbeitsplätze gestrichen und bestätigte damit einen vorherigen Bericht des Handelsblatts. Dies betreffe Beamte und Angestellte in der Verwaltung. Betriebsbedingte Kündigungen schloss sie dem Bericht zufolge aus. Zugleich wolle die Telekom neue Mitarbeiter einstellen: Der Netzausbau bringe Beschäftigung.

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Die Telekom will sich mit diesem Schnitt größeren finanziellen Spielraum verschaffen, um das operative Geschäft zu stärken. Dort will sie mehr Fachleute für den Breitbandausbau, das mobile Internet und die Umstellung der Telekomnetze auf IP-Technologie einsetzen. Der Konzern versteht seine Pläne denn auch in erster Linie als Umbau- und nicht als ein Abbauprogramm.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

  • Platz 10

    Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

  • Platz 9

    Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

  • Platz 8

    NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

  • Platz 7

    Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

  • Platz 6

    NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

  • Platz 5

    America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

  • Platz 4

    Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

  • Platz 3

    Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

  • Platz 2

    AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

  • Platz 1

    China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

    Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Parallel dazu läuft das „Shape Headquarters“-Projekt, nach dem bis 2015 rund 40 Prozent von derzeit 3.200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut werden sollen, ebenfalls sozialverträglich. Dies entspricht rund 1.300 Arbeitsplätzen.

Die Telekombaut seit Jahren ihren Personalbestand ab. Allein in den ersten neun Monaten 2012 sank die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern um 5.000 auf 230.000. In der Deutschlandsparte verringerte sich die Belegschaft im selben Zeitraum um knapp 2.000 auf 67.600 Mitarbeiter.

Artikel zum Download Wie der Stellenabbau der Telekom abläuft

Overhead heißt auf Deutsch „Mehraufwand" - und damit will sich die Telekom nicht mehr abfinden. Die Gründe für den bevorstehenden Stellenabbau – und wie er ablaufen wird.

Auch auf Kundenseite tut sich etwas. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ will der Konzern langjährigen Kunden, die mehrere Produkte nutzten, künftig einen individuellen „Premium-Service“ bieten. Ihnen würden Vorteile wie bevorzugte Entstörung und exakte Terminabsprachen geboten, so das Magazin unter Berufung auf ein vertrauliches Papier der Telekom.

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