
FrankfurtDie Deutsche Telekom setzt ihren Stellenabbau fort. Personalvorstand Marion Schick sagte dem Magazin „Focus“, bis zur Jahresmitte würden weitere 1.200 Arbeitsplätze gestrichen und bestätigte damit einen vorherigen Bericht des Handelsblatts. Dies betreffe Beamte und Angestellte in der Verwaltung. Betriebsbedingte Kündigungen schloss sie dem Bericht zufolge aus. Zugleich wolle die Telekom neue Mitarbeiter einstellen: Der Netzausbau bringe Beschäftigung.
Die Telekom will sich mit diesem Schnitt größeren finanziellen Spielraum verschaffen, um das operative Geschäft zu stärken. Dort will sie mehr Fachleute für den Breitbandausbau, das mobile Internet und die Umstellung der Telekomnetze auf IP-Technologie einsetzen. Der Konzern versteht seine Pläne denn auch in erster Linie als Umbau- und nicht als ein Abbauprogramm.
Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro
Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro
NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro
Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro
NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro
America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro
Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro
Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro
AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro
China Mobile - 177,02 Milliarden Euro
Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg
Parallel dazu läuft das „Shape Headquarters“-Projekt, nach dem bis 2015 rund 40 Prozent von derzeit 3.200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut werden sollen, ebenfalls sozialverträglich. Dies entspricht rund 1.300 Arbeitsplätzen.
Die Telekombaut seit Jahren ihren Personalbestand ab. Allein in den ersten neun Monaten 2012 sank die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern um 5.000 auf 230.000. In der Deutschlandsparte verringerte sich die Belegschaft im selben Zeitraum um knapp 2.000 auf 67.600 Mitarbeiter.
Auch auf Kundenseite tut sich etwas. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ will der Konzern langjährigen Kunden, die mehrere Produkte nutzten, künftig einen individuellen „Premium-Service“ bieten. Ihnen würden Vorteile wie bevorzugte Entstörung und exakte Terminabsprachen geboten, so das Magazin unter Berufung auf ein vertrauliches Papier der Telekom.