UMTS-Verbreitung macht sich bemerkbar
Vodafone gewinnt Millionen Neukunden

Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone hat im ersten Geschäftsquartal zig neue Kunden angezogen – 4,5 Mill. in aller Welt. Für Deutschland waren die Zahlen allerdings durchwachsen. Freude bereiteten hier vor allem die Datendienste, allen voran Musik und Fernsehen auf dem Handy.

HB LONDON. Wie der britische Mobilfunkbetreiber am Montag mitteilte, betrug das organische Umsatzwachstum 6,4 Prozent. In Europa wuchs das Geschäft um 1,3 Prozent und im Raum Osteuropa, Mittlerer Osten sowie in der Region Asien-Pazifik um 13,9 Prozent. Hinzu kamen weitere 11,7 Mill. Nutzer durch die Übernahme des türkischen Mobilfunkanbieters Telsim. Die Gesamtkundenzahl kletterte damit auf 186,8 Mill. Analysten waren zufrieden, hatten sie doch mit einer Neukunden-Zahl zwischen 4 und 4,4 Mill. gerechnet.

Das Unternehmen bestätigte nach dem ordentlichen Abschneiden seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr.

Auch in Deutschland hat Vodafone nach einem Durchhänger zu Jahresbeginn im vergangenen Quartal wieder deutlich mehr Kunden gewonnen, musste aber trotzdem einen Umsatzverlust hinnehmen. Es kamen per saldo 253 000 Nutzer hinzu. Damit stieg die Gesamtzahl der Kunden in Deutschland auf 29,4 Mill. Zwischen Januar und März hatte Vodafone D2 als zweitgrößter Anbieter auf dem hiesigen Markt nur 26 000 Teilnehmer gewonnen.

Musik und Fernsehen auf dem Handy boomen

Beim Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen, also ohne den Verkauf von Handys, verbuchte Vodafone den Angaben zufolge zuletzt ein Minus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dafür habe vor allem die Herabsetzung der so genannten Terminierungsentgelte gesorgt, das sind Einnahmen, die Vodafone von anderen Telefonanbietern für eingehende Anrufe erhält. Lasse man diesen Faktor außer Acht, dann wären die Serviceumsätze weitgehend gleich geblieben, betonte das Unternehmen. Wegen der Entgeltkürzung und weil Kunden mit vorab bezahlten Guthaben (prepaid) weniger telefoniert hätten, sei der durchschnittliche Prokopf- Umsatz im vergangenen Quartal um 9 Prozent geringer ausgefallen.

Während Vodafone in der Sprachtelefonie weniger erlöste, legte der Umsatz mit Datendiensten um 43,5 Prozent zu. Dies führte das Unternehmen zum einen auf den Erfolg von Anwendungen wie Musik oder Fernsehen auf dem Handy zurück. Zum Anderen mache sich die zunehmende Verbreitung von UMTS-Handys bemerkbar, die viele der neuen Multimedia-Dienste erst möglich machen. Zwischen April und Juni wurden den Angaben zufolge in Deutschland weitere 312 000 Telefone der dritten Mobilfunkgeneration verkauft. Die Gesamtzahl liegt damit bei knapp 2,4 Mill.

Der für Vodafone wichtige „Zuhause“-Tarif, der darauf abzielt, Kunden vom Festnetz abzuziehen, wird inzwischen von 894 000 Teilnehmern bezogen. Allein im letzten Quartal kamen 446 000 hinzu. Bis zum Ende des Geschäftsjahres Ende März 2007 will Vodafone nach bisherigen Angaben auf zwei Millionen „Zuhause“-Nutzer kommen.

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