United-Internet GMX kauft in den USA zu

Durch den Kauf der Internet-Domän www.mail.com sichert sich der E-Mail-Dienst GMX Millionen neuer Kunden. Im Kampf gegen Yahoo und Facebook öffnet die Akquisition den Deutschen außerdem das Tor für den Eintritt in den lukrativen indischen Markt.
1 Kommentar
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth: Für eine globale Expansion ist die Marke GMX zu deutsch. Quelle: Pressebild

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth: Für eine globale Expansion ist die Marke GMX zu deutsch.

(Foto: Pressebild)

DÜSSELDORF. Flucht nach vorne: Der E-Mail-Discounter GMX aus dem Internet-Reich von 1&1-Gründer Ralph Dommermuth hat sich die Internet-Domäne www.mail.com in den USA gesichert. Zusammen mit der eingängigen Internetadresse erhält der Aldi unter den deutschen Web-Mailern rund 14 Mio. Kundenkonten hinzu, die sich überwiegend in den USA befinden. Sie werden der Grundstock der US-Expansion sein. Bislang ist lediglich der Mutterkonzern 1&1 mit Web-Hosting, also der Speicherung und Verwaltung von Web-Auftritten, in den USA tätig.

Darüber hinaus öffnet die Akquisition GMX das Tor für den Eintritt in den lukrativen indischen Markt. Der Verkäufer der Domäne www.mail.com, das in Los Angeles beheimatete US-Medienunternehmen MMC, betreibt auch das Web-Portal www.india.com. Die komplette Kommunikationsplattform für india.com, von klassischer E-Mail bis zu mobiler E-Mail für Smartphones und Handys, kommt ab 2011 von 1&1.

Bisher hatte GMX ein Problem, wie der Geschäftsführer des E-Mail-Dienstes Jan Oetjen auf Nachfrage einräumt. Wachstum ist in Deutschland aufgrund der Marktsättigung und der Präsenz der führenden Anbieter Web.de, T-Online und GMX kaum noch möglich. Die US-Konkurrenz konnte in Deutschland zwar lange in Schach gehalten werden, aber der Ausbruch aus dem deutschen Markt gelang nicht. Mail.com soll dies ändern. Nach Handelsblatt-Information lag der Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, was GMX-Manager Oetjen auf Anfrage nicht kommentieren wollte.

Die Marke GMX ist zu deutsch für den Weltmarkt

Für eine internationale Ausbreitung ist die Marke GMX zu deutsch, gibt Oetjen zu. Mail.com als generische und neutrale Domäne ist hingegen international einsetzbar. Zum Glück für GMX sah sich MMC-Gründer Jay Penske, Rennfahrer und Sohn des legendären US-Indy-500-Fahrers Roger Penske, ähnlichen Problemen gegenüber. Mail.com konnte sich in den USA gegen die großen Marken Yahoo, AOL, Microsoft und Google kaum noch zur Wehr setzen.

Denn im Abstand von wenigen Monaten werden die E-Mail-Plattformen der Markenanbieter mit hohem Aufwand modernisiert und mit Facebook -, Twitter - oder weiteren Social-Network-Funktionalitäten ausgestattet. Erst am vergangenen Donnerstag kündigte Yahoo eine völlig überarbeitete Version von Yahoo-E-Mail an, die im Herbst als Beta-Service - also als Testversion - online gehen wird.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: United-Internet - GMX kauft in den USA zu

1 Kommentar zu "United-Internet: GMX kauft in den USA zu"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ... exportieren 'wir' nun also den schlechten Service der 1und1 in die Welt !? Als würde es nicht in Deutschland schon genug unzufriedene Kunden geben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%