United Internet und Drillisch
Freenet-Aktionäre scheitern erneut vor Gericht

Die beiden Freenet-Aktionäre United Internet (UI) und Drillisch sind erneut bei dem Versuch gescheitert, Freenet die Übernahme des Mobilfunkdienstleisters Debitel gerichtlich zu erschweren. Das zuständige Kieler Gericht wies den Antrag des von UI und Drillisch gehaltenen Gemeinschaftsunternehmens MSP ab, es zu einer Hauptversammlung zu ermächtigen.

HB HAMBURG. Das teilte Freenet am Donnerstag mit. UI und Drillisch waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Über die MSP sind United Internet und Drillisch an Freenet beteiligt. Der Debitel-Eigner, der Finanzinvestor Permira, steigt mit der kürzlich mit Freenet vereinbarten Transaktion zum neuen Freenet-Großaktionär auf - Permira hält dann 25 Prozent an dem Unternehmen. Der Anteil von MSP wird zugleich auf 18,9 von 25,2 Prozent verwässert. Durch die Einberufung einer Hauptversammlung, auf der Permira noch keine Stimmrechte hätte, wollten UI und Drillisch die Übernahme verzögern.

MSP war bereits vergangene Woche vor dem Landgericht Kiel mit dem Versuch gescheitert, Freenet die Ausgabe neuer Aktien untersagen zu lassen. Durch die Ausgabe neuer Aktien will Freenet die Debitel-Übernahme finanzieren.

Freenet hat vom Bundeskartellamt bereits grünes Licht zur Übernahme der Debitel erhalten. Mit dem Kauf durchkreuzt Freenet den Plan seiner Großaktionäre United Internet und Drillisch, ihrerseits Freenet zu übernehmen und unter sich aufzuteilen.

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