Unitymedia-Chef Schüler: Mutterkonzern sieht weiter gute Wachstumschancen

Unitymedia-Chef Schüler
„Wir surfen die Geschwindigkeitswelle gut ab“

  • 0

Mutterkonzern sieht weiter gute Wachstumschancen

Bisher ist Unitymedia nur in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen aktiv. Nach dem Verkauf des Kabelnetzes der Telekom an private Investoren entschieden sich die Regulatoren für diese regionale Aufteilung. Allerdings wird immer wieder spekuliert, dass Unitymedia andere Unternehmen zukaufen könnte.

Der Mutterkonzern Liberty Global sieht zumindest weiterhin gute Wachstumschancen. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärte CEO Mike Fries im Januar beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dem Konzern stünden jedes Jahr rund zwei Milliarden Dollar an Cashflow zur Verfügung. Liquidität sei noch nie ein Problem gewesen. Dazu kommen zwei Milliarden aus Fremdkapital. Rund ein Viertel davon solle in den Neubau von Netzen fließen.

Laut eigener Aussage erreicht Unitymedia im Verbreitungsgebiet knapp 80 Prozent der Haushalte, das sind 12,9 Millionen. Das bedeutet allerdings nicht, dass auch so viele Haushalte wirklich Kunden sind, sondern nur, dass sie es rein theoretisch sein können. Die Branche nennt das „Homes passed“, auch die Wettbewerber nutzen diesen Ausdruck. Tatsächlich kam das Unternehmen im vergangenen Jahr auf 7,2 Millionen Kunden. Die meisten davon, 6,4 Millionen, sind klassische Kabelfernsehkunden. 3,3 Millionen haben einen Internet- und 3,1 Millionen einen Telefonvertrag mit Unitymedia. Das lässt also noch Spielraum nach oben.

Vergangenes Jahr haben die Kabler begonnen, ihr Angebotsportfolio um einen Faktor zu erweitern: WLAN. Damit wollten die Kölner einen Nachteil in Teilen wettmachen, den sie zu anderen Telekommunikationsanbietern wie der Telekom oder Vodafone haben. Unitymedia hat kein Mobilfunknetz. Eine Millionen WLAN-Spots wollte das Unternehmen bis Jahresende aufbauen. Ganz geschafft haben sie diese Zielmarke nicht, räumt Schüler ein. Aber bis zum 1. April sollten es 1,2 Millionen werden.

Seite 1:

„Wir surfen die Geschwindigkeitswelle gut ab“

Seite 2:

Mutterkonzern sieht weiter gute Wachstumschancen

Die Autorin ist Redakteurin im Ressort Unternehmen & Märkte. Sie erreichen sie unter: karabasz@handelsblatt.com
Ina Karabasz
Handelsblatt / Redakteurin Unternehmen & Märkte

Kommentare zu " Unitymedia-Chef Schüler: „Wir surfen die Geschwindigkeitswelle gut ab“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%