Unter dem Namen "Congster"
T-Online startet Billigmarke für Internet-Nutzer

Der größte europäische Internet-Anbieter T-Online hat seine angekündigte Billigmarke gestartet.

HB DARMSTADT. Unter den Namen „Congster“ bietet das Unternehmen ab sofort per reinem Internet-Vertrieb mehrere Tarif-Varianten für schnelle Internet-Anschlüsse (DSL) und passt sich damit dem Preisniveau der Konkurrenten Freenet und United Internet an.

Congster-Sprecher Heiko Biesterfeld sagte am Dienstag in Darmstadt, die neue Marke richte sich vor allem an wechselbereite Kunden anderer Anbieter. Auf einen umfassenden Service müssen die Internet-Nutzer bei Congster allerdings verzichten, Unterstützung erhalten sie lediglich per Telefon-Hotline. Zielgruppe seien Internet-Nutzer, „die Hardware haben, die schon E-Mail haben, und die wissen, wie sie das auf ihrem PC einrichten müssen“, sagte Biesterfeld.

Congster ist eine 100-prozentige Tochter von T-Online, die sich jedoch im Marketing und in der Unternehmenspräsentation deutlich vom Erscheinungsbild und der Preis-Strategie der Mutter unterscheidet. Mit Congster geht T-Online zudem einen anderen Weg als United Internet oder Freenet, die ihren Kunden zum Teil ebenfalls über Zweitmarken auch E-Mail-Dienste, Software-Pakete oder Internet-Anschlüsse vermitteln. Diese Dienste und eine umfassende Beratung soll es weiterhin nur bei der Muttergesellschaft geben. Ein T-Online-Sprecher sagte: „Mit der Zweitmarke wollen wir Kunden erreichen, die wir sonst nicht ansprechen können.“ Es gebe eine Nachfrage für reine Internet-Zugangstarife.

Zu den geschäftlichen Zielen der Billigmarke wurden zunächst keine Angaben gemacht. Erste Kundenzahlen sollen möglicherweise ab Mitte Januar 2005 veröffentlicht werden. Der günstigste Internet-Zugang kostet bei Congster 3,99 Euro im Monat und beinhaltet zwei Gigabyte Daten (rund 16.000 Internetseiten). Er liegt damit auf dem Preisniveau der Wettbewerber. Bei der Mutter T-Online kostet ein nahezu gleichwertiger Tarif 9,95 Euro, beinhaltet aber weitere Dienste wie E-Mail-Adresse oder eine Homepage im Internet.

Im Jahresverlauf hatte T-Online deutlich Marktanteile an die Konkurrenz verloren. Mit rund 4,3 Millionen DSL-Kunden ist das Unternehmen aber weiterhin Marktführer. Mittelfristig soll jeder zweite DSL-Neukunde T-Online-Nutzer sein.

Die Deutsche Telekom, die T-Online zu 74 Prozent kontrolliert, will die Tochter enger an den Konzern binden und deren Marktposition absichern. Dazu soll T-Online mit der Telekom-Festnetzsparte T-Com verschmolzen werden. An der Börse verloren die im Technologieindex TecDax notierten T-Online-Aktien bis gegen Mittag in einem behauptetem Gesamtmarkt 0,2 Prozent auf 9,72 Euro.

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