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Unterhaltungselektronik: Der Absturz von Bang & Olufsen

Nur noch drei Millionen Euro verdiente der TV- und Radiogeräteproduzent Bang & Olufsen im abgelaufenen Quartal. Die Probleme des dänischen Luxuskonzerns sitzen tief.

Trotz edler Optik: Dem Unterhaltungselektronikhersteller geht es seit Jahren schlecht. Quelle: Reuters
Trotz edler Optik: Dem Unterhaltungselektronikhersteller geht es seit Jahren schlecht. Quelle: Reuters

Düsseldorf Das Bang & Olufsen-Fabrikgelände ist zwar hübsch gelegen an sanften grünen Hügeln, einen Steinwurf entfernt von einer Nordseebucht am Rand des idyllischen dänischen Städtchens Struer. Doch Innovationskraft versprühen die Backsteinbauten nicht. An der Konzernzentrale gibt es keine Chance auf einen Einblick in die Produktwelt, lediglich im Stadtmuseum wird hin und wieder die bekannte Marke in einer Ausstellung gefeiert.

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Ähnlich miefig erscheint die Homepage des Unternehmens, nicht vom Äußerlichen her, das ist schick hergerichtet wie die teuren Produkte des Unternehmens. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, dass die Seite offenbar in letzter Zeit stark vernachlässigt wurde. In der Firmenbeschreibung finden sich etwa Angaben zu Mitarbeiter- und Geschäftszahlen vom Geschäftsjahr 2009/2010.

Kleines Fernseh-Glossar

  • Technologie verkauft Fernseher

    Die TV-Hersteller arbeiten permanent an neuen Verfahren, um die Bildqualität weiter zu verbessern – Technologie verkauft Geräte. Welche Schlagwörter sind in diesem Jahr angesagt?

  • Ultra HD (4K)

    Ultra HD – oft auch als 4K bezeichnet – ist ein neues TV-Format mit extrem hoher Auflösung. Diese beträgt 3840 x 2160 Pixel, hochgerechnet also 8,3 Megapixel. Das ist vier Mal so viel wie bei einem derzeit üblichen HD-Bild. Es mangelt allerdings noch an passenden Inhalten. Ultra HD ist somit erst mal ein Nischenprodukt.

  • OLED

    Die Abkürzung steht für „Organic Light Emitting Diode“, es handelt sich also um organische Leuchtdioden. Diese ermöglichen ein sehr kontrastreiches Bild und weite Blickwinkel. Ein weiterer Vorteil: OLED-Technologie verbraucht relativ wenig Strom. Allerdings sind die Panel im Vergleich zu anderen Technologien noch sehr teuer, weil die Produktion sehr kompliziert ist. Der Marktanteil der OLED-Geräte ist daher gering.

  • Smart TV

    Fast alle neuen Fernseher sind inzwischen „smart“: Sie können nicht nur die herkömmlichen Kanäle, sondern auch Inhalte aus dem Internet darstellen, beispielsweise das Videoportal YouTube, Online-Videotheken oder extra für den großen Bildschirm programmierte. Dazu braucht es nur einen Breitbandanschluss. Allerdings nutzen viele Zuschauer diese Funktionen noch nicht.

  • Second Screen

    Viele Fernsehzuschauer surfen nebenbei im Internet – entweder mit dem Smartphone oder dem Tablet-Computer. Dieses vergleichsweise junge Phänomen erlaubt TV-Herstellern, Filmemachern und Sendern, den zweiten, kleinen Bildschirm einzubinden. Etwa mit Informationen über die Sendung und Schauspieler oder Werbung. Zudem können die mobilen Geräte die klassische Fernbedienung ersetzen.

Auch im Inneren der Firma sieht es düster aus. Die schwache Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal und eine Prognosesenkung für das Gesamtjahr hatten die Aktionäre von Bang & Olufsen am Mittwoch kalt erwischt. Die Titel sackten in einem nur etwas schwächeren Gesamtmarkt um bis zu 17,5 Prozent ab. Dabei hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits erste Zeichen einer Erholung auf dem hart umkämpften Markt mit hochwertigen Audioprodukten gespürt.

Der Hersteller von Luxus-Unterhaltungselektronik hat wegen Absatzproblemen auf dem europäischen Markt sowie einer Umorganisation seines Vertriebsnetzes in Brasilien und China von September bis November vor Steuern nur 23 Millionen dänische Kronen (rund drei Millionen Euro) verdient; Analysten hatten im Schnitt 65,5 Millionen prognostiziert.

Konsum-Elektronik Produkte von Bang & Olufsen

  • Konsum-Elektronik: Produkte von Bang & Olufsen
  • Konsum-Elektronik: Produkte von Bang & Olufsen
  • Konsum-Elektronik: Produkte von Bang & Olufsen
  • Konsum-Elektronik: Produkte von Bang & Olufsen

„Es ist eine große Enttäuschung, dass wir ein schwaches Ergebnis präsentieren mussten“, sagte B & O-Chef Tue Mantoni. Er räumte ein, dass es Unternehmensbereiche gibt, die sich nicht wie geplant entwickelt haben. Vor allem leidet der Konzern unter der konjunkturellen Schwäche in Europa. Teilweise ausgleichen konnte B & O die Umsatzverluste in Europa durch eine gestiegene Nachfrage in Brasilien, China, Indien und Russland. Deshalb will Mantoni künftig noch stärker als bisher auf diese Wachstumsmärkte setzen. Außerdem plant er ein stärkeres Engagement seines Unternehmens in Nordamerika.

  • 04.06.2013, 13:10 UhrRobi

    Bang & Olufsen ist das beste was es gibt, zwar etwas zu teuer, aber in allen Punkten sehr gut. Habe seit 1993 eine beosound 2500 und seit 2011 eine beosound 3200 Anlage. Dazu die beolab 8000 Lautsprecher und die Beolab 2500 Lautsprecher und bin sehr zufrieden, bester Sound den es gibt. Bei denn Fernseher sind sie etwas zu teuer, aber schaut euch mal Loewe an, die kosten fast genau soviel und sind ein Schrott. Habe im Jahre 2007 einen Loewe gekauft und bin überhaupt nicht zufrieden. Das fängt schon bei der Fernsteuerung an, die man ständig in die Hand nehmen muß um irgendetwas am Fernseher einzustellen, etwa den Ton oder umzuschalten und Lautsprecher totalschrott.
    Die Bang & Olufsen Geräte kann man ohne das man die Steuerung auf das Gerät richtet umschalten oder Lautstärke verändern.
    Und die lautsprecher sind das beste was es gibt.

    Und eines ist auch sicher auch nach 20 Jahren ist die Anlage immer noch ein hingucker.

  • 22.02.2013, 08:40 Uhrobjektiv

    Bang & Olufsen kocht auch nur mit Wasser, natürlich.
    Ich bin aber auch überzeugt, das das potentielle Herziehen eher mit Unwissen und ggf. auch Neid zu tun hat. Das B&O primär in Dänemark produziert ist ein absoluter Kaufgrund. "Made in China" bekomme ich an jeder Ecke... dafür brauche ich nicht viel Geld auszugeben - und sehe es auch gar nicht ein.
    Davon ab sind die modernen Made in China Geräte teilweise eine Beleidigung für Augen, Ohren und Tastsinn. Plastikschrott in Joghurtbecherqualität - und dafür zahle ich wenn es sich vermeiden lässt: Nichts!
    Auch Loewe oder Technisat beispielsweise würde ich sicherlich NICHT mehr kaufen, wenn die von Made in Germany zu Made in China wechseln.

    Ich stimme dem Kommentar bzgl. der Süffisanz des Autors ebenfalls zu. Wenn der Autor PRO Outsourcing ist: Weg mit ihm! Kann dann ein Bulgare, Rumäne o.ä. für den Bruchteil seines Gehalts erledigen. Ist ja in seinen Augen eine willkommene Entwicklung! :-)
    Ach, und schlecht recherchiert ist es auch noch: Wo kosten denn B&O Kopfhörer 900,- Euro? Da war wohl jemand noch nie in so einem Shop. Die aktuellen Kopfhörer liegen bei 120,- bzw. 160,- Euro.

  • 21.02.2013, 12:47 Uhrnever_mp3

    hallo ,
    hätte gern mal gewusst, ob die leute die hier so über b&o
    herziehen, überhaupt wissen wovon sie da so unqualiziert
    daherfaseln - sorry , aber das musste jetzt mal sein.
    bin kein ahnungsloser snob, der zuviel kohle hat - besitze
    mehrere b&o anlagen ( meist defekt erworben und selber
    repariert ) - die kann man wenigstens noch reparieren !
    ich erfreue mich jeden tag an diesen meilensteinen der hifi-technik , sowohl vom design als auch von der funktionalität - also wer diese anlagen nicht kennt, sollte nicht so dummes zeug verbreiten.
    und komischerweise werden für bestimmte modelle derart
    hohe preise verlangt und auch bezahlt - ist halt kein
    mediamarkt - ramsch , der nach kürzester zeit den geist
    aufgibt.
    neid ist übrigends die höchste form der anerkennung.

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