Unterhaltungssparte verkauft
EM.Sport will Constantin übernehmen

Die EM.Sport Media AG hat ihre Unterhaltungssparte verkauft und ein Angebot zur vollständigen Übernahme von Constantin Film vorgelegt. EM.Sport mit seinem Großaktionär Leo Kirch wolle jetzt den Zusammenschluss mit dem Schweizer Sportrechtevermarkter Highlight Communications vorantreiben. Im ersten Quartal machte der Medienrechtehändler aus Ismaning Verluste.

HB MÜNCHEN. EM.Sport wolle einen führenden Medienkonzern in den Bereichen Sport und Filmproduktion aufbauen, sagte Vorstandschef Werner Klatten am Donnerstag in München. Das Unternehmen hält bereits 37,6 Prozent an Highlight, und Highlight besitzt 95,5 Prozent der Constantin-Aktien. Das Übernahmeangebot von EM.Sport für Constantin ist ein Pflichtangebot an die verbliebenen Kleinaktionäre des Filmunternehmens. Highlight-Chef Bernhard Burgener soll Klatten im September ablösen und im Januar zusätzlich auch noch den Posten von Fred Kogel als Constantin-Chef übernehmen.

Die angeschlagene Unterhaltungssparte verkaufte EM.Sport für 41 Mill. Euro an das belgische Medienunternehmen Studio 100. "EM.Sport Media kann sich nun wieder verstärkt dem Ausbau des Sportbereichs widmen", sagte Klatten nach Unterzeichnung der Verträge. Mit seinem Sportsender DSF gehört EM.Sport zu den Interessenten für die bevorstehende Versteigerung der Bundesliga-Rechte. Auch das Internetportal "Sport.1" und die Produktionsfirma Plaza Media gehört zu EM.Sport. Die Champions-League wird von einer Highlight-Tochter vermarktet.

Derweil ist EM.Sport im ersten Quartal bei niedrigerem Umsatz in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz aus fortzuführenden Aktivitäten ging gegenüber dem Vorjahresquartal von 54,7 auf 51,8 Mill Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag EM.Sport mit 0,8 (8,1) Mill. Euro noch im positiven Bereich. Vor Zinsen und Steuern fiel allerdings ein Verlust von 1,6 Mill. Euro an, nach 5,8 Mill. Euro positivem Ebit im Vorjahresquartal. Beim Ergebnis nach Steuern des fortzuführenden Geschäfts verzeichnete EM.Sport einen Fehlbetrag von 3,8 Mill. Euro, nach einem Gewinn von 2,8 Mill. Euro im Vorjahr. Das Unternhemen begründete den Rückgang des Ergebnisses unter anderem mit höheren Linzenzkosten für UEFA-Pokal-Spiele.

Für das Gesamtjahr verzichtet das Unternehmen auf eine konkrete Prognose, da die Aussichten wegen der strategischen Verbindung mit Highlight Communications zu vage seien. Ausschließlich für das Sport-Segment wollte sich EM.Sport festlegen. In diesem Bereich will das Unternehmen ein Ebit auf Vorjahresniveau erreichen.

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