Unternehmen bieten Blackberry-Hersteller RIM Paroli
Microsoft und Symbian schließen Abkommen

Die beiden großen Rivalen auf dem Markt für Mobiltelefon-Software, Symbian und Microsoft, haben einen Lizenzvertrag geschlossen. Demnach haben Geräte mit Symbian-Software künftig Zugriff auf Microsoft Exchange, das E-Mail-System des US-Softwarekonzerns.

HB DÜSSELDORF. Nach Ansicht von Analysten ist das Geschäft der jüngste Beweis dafür, wie intensiv die Handybranche Geschäftskunden umgarnt, die unterwegs E-Mails verschicken und empfangen. Durch das Lizenzabkommen können Symbian und Microsoft dem kanadischen Unternehmen RIM besser Paroli bieten. Der Konzern stellt den Blackberry her, einen mobilen E-Mail-Empfänger im Handyformat der besonders bei Geschäftsleuten sehr beliebt ist. Er sorgt ohne großen Aufwand dafür, dass elektronische Post, die auf dem stationären Computer im Büro landet, aufs Handy weitergeleitet wird.

Simon Garth, Marketing-Chef bei Symbian, sagt, die Kooperation mit Microsoft solle Kunden das Gefühl geben, dass Symbian-Geräte für die Kommunikation per E-Mail, Mobilität und die Bedürfnisse von Geschäftskunden voll und ganz geeignet sind. Entsprechende Mobiltelefone soll es ab 2006 geben.

Symbian beherrscht nach Angaben der Marktforscher von Gartner mehr als 80 Prozent des gerade entstehenden Markt für Handybetriebssysteme. Microsoft liegt mit einem Anteil von 7,3 Prozent auf Rang drei. Wegen der Finanzkraft und der Dominanz des Konzerns im Markt für Computerbetriebssysteme gilt Microsoft als einziger ernsthafter Herausforderer von Symbian.

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