Unternehmen wächst gegen den Trend
E-Plus profitiert von Billigmarken

Beim Mobilfunkbetreiber E-Plus zahlt sich die Strategie mit Billigmarken immer mehr aus.

HB DÜSSELDORF. Die Mitte 2005 gestarteten Eigen- und Kooperationsmarkten (Simyo, BASE, Alditalk) machten zum Ende des ersten Quartals 2008 bereits 55 Prozent des gesamten Kundenbestandes von 15,4 Millionen aus, teilte die Tochterfirma des niederländischen Telekomkonzerns KPN am Dienstag mit. Von Januar bis Ende März steigerte der drittgrößte deutsche Netzbetreiber das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 12,3 Prozent auf 284 Millionen Euro. Beim Umsatz erzielten die Düsseldorfer ein Plus von knapp 7 Prozent auf 705 Millionen Euro.

Seit über zwei Jahren wachse die E-Plus-Gruppe deutlich positiv gegen den Trend, erklärte Unternehmenschef Thorsten Dirks. "Wir erzielen nachhaltig positives Wachstum". Durch den starken Teilnehmer- und Nutzungszuwachs habe E-Plus Erlöseinbußen durch geringere Roamingentgelte, die bei Gesprächen im Ausland anfallen, und den Preisen für Durchleitung in andere deutsche Netze (Terminierung) mehr als ausgeglichen.

Über diese zusätzliche Schlagkraft wolle das Unternehmen Kunden von Wettbewerbern gewinnen und Gesprächsvolumen aus dem Festnetz abziehen. Dabei nannte Dirks unter anderm dem Zukauf von blau.de im Discountgeschäft sowie die Übernahme des Mobilfunkhändlers SMS Michel.

Die E-Plus-Mutter KPN hat ihren Gewinn im ersten Quartal um 3,5 Prozent gesteigert und dabei vor allem von ihrem internationalen Handygeschäft profitiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Berichtszeitraum auf 1,23 Milliarden Euro geklettert, teilte der niederländische Telekommunikationskonzern am Dienstag mit. Damit traf KPN die durchschnittlichen Erwartungen der von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Analysten. Der Umsatz lag bei 3,57 Milliarden Euro und damit unter den durchschnittlichen Markterwartungen von 3,61 Milliarden.

In diesem Jahr werde das Unternehmen darüber hinaus die Weichen für das jetzt anziehende Geschäft mit mobilen Datendiensten durch neue Partnerschaften, Geschäftsmodelle und den weiteren Netzausbau stellen. Anders als die Konkurrenten T-Mobile, Vodafone und O2 hatte sich E-Plus bislang ganz auf Sprache und SMS konzentriert.

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