Unternehmen wittern Morgenluft: Stimmung der High-Tech-Branche steigt

Unternehmen wittern Morgenluft
Stimmung der High-Tech-Branche steigt

Bereits in der vergangenen Woche legten große US-Technologie-Konzerne überraschend gute Quartalsergebnisse vor. Nun zieht Infineon mit positiven Nachrichten nach. Die Branche wittert nach jahrelanger Depression zunehmend Morgenluft.

HB MÜNCHEN. „Die schlimmste Krise, die der Halbleitermarkt jemals erlebt hat, scheint vorüber“, sagte Konzern- Chef Ulrich Schumacher in München. Die Unternehmen scheinen aus dem Platzen der High-Tech-Blase gelernt zu haben. Denn von neuer Euphorie wollen die Technologiefirmen trotz der positiven Signale nichts wissen, zumal der allseits erwartete Aufschwung wohl moderat ausfallen wird.

In der Flaute hatten viele Unternehmen ihre IT-Ausgaben als erstes heruntergefahren. Mittlerweile wagen die Firmen auch wegen eines großen Ersatzbeschaffungsbedarfs wieder vorsichtige Investitionen in ihre Infrastruktur. So registrierten zum Beispiel die Computerhersteller IBM und Apple zuletzt eine spürbar gestiegene Nachfrage. „Das Klima bei den Kunden wird ständig besser“, sagte IBM- Konzernchef Samuel J. Palmisano. Allerdings können die US-Konzerne nach Einschätzung von Beobachtern wegen des schwachen Dollars stärker von der steigenden Nachfrage profitieren als die europäischen Unternehmen.

Ein Blick auf die Infineon-Zahlen zeigt, dass kein Grund zum Jubeln besteht. Das Unternehmen schloss das erste Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 (30. September) zwar mit einem Gewinn von 34 Mill. € ab. Wegen des starken Euro und des Preisdrucks bei Speicherchips fiel dieser aber geringer aus als in den drei Monaten zuvor. Im Schlussquartal 2002/03 hatte Infineon 49 Mill. € verdient nach zuvor neun Quartalsverlusten in Folge.

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